„Und als Ihn verlangte, den Menschen Gnade und Wohltätigkeit zu bekunden und der Welt eine Ordnung zu geben, offenbarte Er Sitten und schuf Gesetze. Unter diesen errichtete Er das Gesetz der Ehe, machte es zu einer Feste des Wohlergehens und des Heiles und befahl es uns in dem, was in Seinem Heiligsten Buch aus dem Himmel der Heiligkeit herabgesandt ward. Er sagt – groß ist Seine Herrlichkeit –: Vermählt euch, o Menschen, damit aus euch der erscheine, der Meiner unter Meinen Dienern gedenke. Dies ist eines Meiner Gebote an euch, gehorcht ihm zu eurem eigenen Beistand.
Bahá'u'lláh
„Unter dem Volke Bahás jedoch muß die Ehe sowohl eine körperliche als auch eine geistige Verbindung sein, da Mann und Frau vom selben Weine berauscht sind. Beide sind vom selben unvergleichlichen Antlitz bezaubert, beide leben und entwickeln sich durch den gleichen Geist, beide werden von der gleichen Herrlichkeit erleuchtet. Diese Verbindung ist geistiger Natur, und darum wird dieser Bund ewig bestehen. Ebenso werden sie sich in der stofflichen Welt einer starken und dauerhaften Verbindung erfreuen; denn wenn die Ehe auf Geist und Körper gegründet ist, ist sie eine echte Vereinigung, die überdauern wird. Ist die Verbindung jedoch nur eine körperliche, so ist sie gewiß nur vorübergehend und muß unvermeidlich zur schließlichen Trennung führen. Wenn daher das Volk Bahás zu heiraten gedenkt, muß dieser Bund eine echte Beziehung, ein geistiges wie körperliches Zusammenfinden sein, so daß diese Verbindung in allen Lebensabschnitten und Welten Gottes fortdauert, denn diese wahre Einheit ist ein Lichtstrahl der Liebe Gottes.
'Abdu'l-Bahá