Bahá'í ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Schaut in die Vergangenheit: Wie viele, hoch und niedrig, haben zu allen Zeiten sehnlich auf das Erscheinen der Manifestationen Gottes in den geheiligten Personen Seiner Auserwählten geharrt. Wie oft haben sie Sein Kommen erwartet, wie haben sie immer wieder gefleht, der Hauch göttlichen Erbarmens möge wehen, die verheißene Schönheit hinter dem Schleier der Verborgenheit hervortreten und aller Welt offenbar werden. Und wann immer die Tore der Gnade sich öffneten, die Wolken göttlicher Freigebigkeit sich auf die Menschheit ergossen und das Licht des Ungeschauten am Horizont himmlischer Macht aufleuchtete, haben Ihn alle verleugnet und sich von Seinem Antlitz, Gottes eigenem Antlitz, abgewandt. …

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O du Dienerin Gottes! Die östliche Geschichtsschreibung berichtet, dass Sokrates Palästina und Syrien bereiste und sich dort von gotteskundigen Männern bestimmte geistige Wahrheiten aneignete; nach Griechenland zurückgekehrt, verkündete er zwei Glaubenswahrheiten: zum einen die Einheit Gottes, zum anderen die Unsterblichkeit der Seele nach ihrer Trennung vom Leibe. Wie weiter berichtet wird, waren diese Vorstellungen den Griechen und ihrer Gedankenwelt so fremd, daß große Verwirrung entstand, bis sie ihm schließlich Gift gaben und ihn töteten. Das ist authentisch; denn die Griechen glaubten an viele Götter. Sokrates wies nach, daß Gott einzig ist, und das stand offensichtlich in Widerspruch zu griechischen Glaubenslehren. Der Begründer des Monotheismus war Abraham. Bis zu Ihm kann diese Vorstellung zurückverfolgt werden, und der Glaube daran herrschte unter den Kindern Israels auch in den Tagen des Sokrates. Diese Ausführungen finden sich jedoch nicht in den jüdischen Geschichtsquellen; es gibt viele Tatsachen, die die jüdische Geschichte nicht wiedergibt. Nicht alle Ereignisse aus dem Leben Christi sind in der Chronik des Juden Josephus1 dargestellt, obwohl er die Geschichte der Zeit Christi niederschrieb. Deshalb kann man es aber nicht ablehnen, die Ereignisse in den Tagen Christi für wahr zu halten, mit der Begründung, daß sie in der Darstellung des Josephus nicht erwähnt werden.

Abdu'l-Bahá

An dem Tage, da Gott Muhammad, Seinen Propheten, aussandte, war das Ende des prophetischen Zyklus im Wissen Gottes vorausbestimmt. Ja, dieses Versprechen wurde fürwahr eingelöst, der Ratschluß Gottes ward erfüllt, wie Er es verordnete. Heute leben wir gewißlich in den Tagen Gottes. Dies sind die herrlichen Tage, wie sie die Sonne niemals früher grüßte. Dies sind die Tage, derer die Menschen vergangener Zeiten ungeduldig harrten. Was ist denn über euch gekommen, daß ihr so tief schlaft? Dies sind die Tage, an denen Gott die Sonne der Wahrheit leuchten und strahlen läßt. Was läßt euch da schweigen? Dies sind die verheißenen Tage, die ihr von alters her sehnsüchtig erwartet habt - die Tage des Kommens göttlicher Gerechtigkeit. Danket Gott, o ihr Scharen der Gläubigen!

Der Báb

Es ist klar, daß jedes Zeitalter, in dem eine Manifestation Gottes gelebt hat, von Gott bestimmt ist und in gewissem Sinne als Gottes festgesetzter Tag bezeichnet werden kann. Dieser Tag ist jedoch einzigartig und muß von den vorangegangenen unterschieden werden. Die Bezeichnung »Siegel der Propheten«¹ enthüllt klar seine hohe Stufe. Der prophetische Zyklus ist wahrlich beendet. Nun ist Er, der Ewige Wahrheit, gekommen. Er hat das Banner der Macht aufgerichtet und verströmt den ungetrübten Glanz Seiner Offenbarung über die Welt.

Bahá'u'lláh

Denkt nun über diese Geschehnisse nach! Was war wohl die Ursache dieses Streites? Warum mußte das Erscheinen einer jeden Manifestation Gottes von soviel Kampf und Lärm, von soviel Gewalt und Aufruhr begleitet sein? Und dabei haben doch alle Propheten Gottes, wann immer sie sich den Menschen dieser Welt offenbarten, einen weiteren Propheten nach ihnen vorausgesagt und die Zeichen festgesetzt, welche den Beginn einer neuen Sendung verkünden sollten. Dies bezeugen die Berichte aller heiligen Bücher. Warum kam es, obwohl die Menschen die Manifestation der Heiligkeit erwarteten und suchten, obwohl deren Zeichen in den heiligen Schriften vermerkt waren, in allen Zeitaltern und Zyklen zu solchen Gewalttaten, zu einer so grausamen Unterdrückung der Propheten und Erwählten Gottes? So hat Er offenbart: »Sooft ein Bote zu euch kommt mit dem, was euren Seelen zuwider ist, seid ihr in Hoffart aufgebläht; die einen habt ihr des Betrugs geziehen, die anderen gar erschlagen.«1

Bahá'u'lláh