Bahá'í ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Eines Tages forderte ich den Báb auf, die einleitenden Worte des Qur'án aufzusagen, »Bismi'lláhi'r-Rahmání'r-Rahím¹. Er zögerte und meinte, ohne dass Ihm gesagt würde, was diese Worte bedeuteten, wolle Er in keiner Weise wagen, sie auszusprechen. Ich gab vor, ihre Bedeutung nicht zu kennen. »Ich weiß, was diese Worte bedeuten«, bemerkte mein Schüler, »mit Ihrer Erlaubnis will ich sie erklären«. Er sprach mit einem derartigen Wissen und so fließend, dass ich sprachlos war vor Staunen. Er erklärte die Bedeutung von `Allah`, von `Rabmán` und von `Rahím` in Ausdrücken, die ich noch nirgends gelesen oder gehört hatte. Die Lieblichkeit Seiner Worte klingt noch heute in meinem Gedächtnis nach. Ich sah mich veranlaßt, Ihn Seinem Onkel zurückzubringen und das Pfand, das er meiner Fürsorge anvertraut hatte, in seine Hände zurückzulegen. Ich beschloß ihm zu sagen, wie unwürdig ich mich fühle, ein so außergewöhnliches Kind zu lehren. Ich traf Seinen Onkel allein in seinem Büro an. "Ich habe ihn dir zurfickgebracht", sagte ich, "und ich übergebe Ihn deiner wachsamen Obhut. Man darf Ihn nicht wie sonst ein Kind behandeln, denn in Ihm kann ich schon Anzeichen von jener geheimnisvollen Macht erkennen, die allein die Offenbarung von Sáhibu'z-Zamán² aufweisen kann. Deine Aufgabe ist es, Ihn mit der liebevollsten Fürsorge zu umgeben. Behalte Ihn in deinem Hause, denn Er braucht wirklich keinen solchen Lehrer wie mich!" Hájí Mírzá Siyyid 'Alí rügte den Báb streng. `Hast du meine Anweisungen vergessen ?` sagte er. `Habe ich dich nicht ermahnt, dem Beispiel deiner Mitschüler zu folgen und dich ruhig zu verhalten und aufmerksam auf jedes Wort zu hören, das dein Lehrer spricht?` Nachdem der Báb ihm versprochen hatte, seine Anordnungen getreulich zu befolgen, hieß er Ihn in seine Schule zurückzugehen. Aber die Seele dieses Kindes ließ sich durch die strengen Ermahnungen Seines Onkels nicht unterdrücken. Nichts vermochte den Fluß Seines angeborenen Wissens zu hemmen. Tag um Tag fuhr Er fort, so außergewöhnliche Beweise einer übermenschlichen Weisheit zu erbringen, dass ich unfähig bin, sie wiederzugeben.
Sonstige

Nabils Bericht aus den frühen Tagen der Bahá'í-Offenbarung 108

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Wahrlich, Ich sage, dies ist der Tag, an dem die Menschheit das Angesicht des verheißenen schauen und Seine Stimme hören kann. Gottes Ruf ist erhoben, und das Licht Seines Antlitzes ist über den Menschen aufgegangen. Es geziemt einem jeden, die Spuren jedes eitlen Wortes von der Tafel seines Herzens zu löschen, und mit offenem und unvoreingenommenem Sinn fest auf die Zeichen Seiner Offenbarung, die Beweise Seiner Sendung und die Zeichen Seiner Herrlichkeit zu schauen.

Bahá'u'lláh

Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt wurde. Alle Völker der Welt haben die Pflicht, ihre Gegensätze auszugleichen und in vollkommener Einigkeit und in Frieden im Schatten des Baumes Seiner Obhut und Gnade zu wohnen. Es geziemt ihnen, sich an das zu halten, was an diesem Tage der Erhöhung ihrer Stufe und der Förderung ihres eigenen Besten dient.

Bahá'u'lláh

Dies ist der Tag, da das Meer göttlicher Gnade den Menschen offenbart ist, der Tag, da die Sonne Seiner Güte ihren Strahlenglanz über sie ergießt, der Tag, da die Wolken Seiner reichen Gaben die ganze Menschheit überschatten. Jetzt ist es Zeit, die Niedergeschlagenen mit dem belebenden Hauch der Liebe und Gemeinschaft und den lebendigen Wassern der Freundlichkeit und Güte aufzumuntern und zu erquicken.

Bahá'u'lláh

Groß fürwahr ist dieser Tag! Die Hinweise in allen heiligen Schriften auf ihn als den »Tag Gottes«¹ bezeugen seine Größe. Die Seele jedes Propheten Gottes und jedes göttlichen Boten hat nach diesem wundersamen Tag gedürstet. Alle Geschlechter der Erde haben sich in gleicher Weise danach gesehnt, ihn zu erleben. Doch kaum hatte sich das Tagesgestirn Seiner Offenbarung am Himmel des Willens Gottes kundgetan, da wurden alle außer jenen, die der Allmächtige zu ihren beliebte, als stumm und achtlos befunden.

Bahá'u'lláh