Bahá'í ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Wenn die Mehrzahl der Menschen erweckt wird und den Glauben Gottes annimmt, wird ein neuer Prozess in Gang gesetzt, und es beginnt das Wachstum einer neuen Kultur. Betrachten wir nur die Entstehung des Christentums und des Islam. Diese Massen sind die einfachen Menschen, die zwar in ihren eigenen Traditionen wurzeln, aber doch für das neue Wort Gottes empfänglich sind; wenn sie sich ihm erschließen, übt es einen solchen Einfluss auf sie aus, dass sie alle verwandeln können, die mit ihnen in Berührung kommen. Gottes Maßstäbe sind nicht die der Menschen. Nach menschlichen Maßstäben ermisst sich der Wert und die Größe einer Sache daraus, dass sie von ausgezeichneten, bekannten und hochgestellten Persönlichkeiten angenommen wird. Aber Bahá'u'lláh sagt: »Der Anruf und die Botschaft, die Wir brachten, hatten nie die Absicht, nur ein Land oder ein Volk zu erreichen oder nur ihm zugute zu kommen. Die Menschheit muss in ihrer Gesamtheit an dem festhalten, was ihr offenbart und verliehen wurde.« Oder wiederum: »Er hat jede Seele mit der Fähigkeit ausgestattet, die Zeichen Gottes zu erkennen. Wie hätte Er sonst Sein Zeugnis für die Menschen erfüllen können, so ihr zu jenen gehört, die Seine Sache in ihrem Herzen bewegen.« In Ländern, wo die Lehrarbeit in der Breite erfolgreich war, haben die Bahá'í Zeit und Bemühungen im gleichen Maße auf ländliche Gegenden verwandt, wie sie es vorher in Städten und Großstädten getan hatten. Die Ergebnisse zeigen, wie unklug es ist, sich nur auf einen Teil der Bevölkerung zu konzentrieren. Deshalb sollte jeder Nationale Rat seine Hilfsquellen so auswägen und seine Bemühungen so abstimmen, dass der Glaube Gottes nicht nur denjenigen gebracht wird, die leicht erreichbar sind, sondern allen Teilen der Bevölkerung, wie weit entfernt sie auch wohnen. Die einfachen Menschen der Welt - und sie bilden die große Mehrheit der Bevölkerung - haben das gleiche Recht wie die anderen, die Sache Gottes kennenzulernen. Wenn die Freunde das Wort Gottes lehren, müssen sie darauf achten, die Botschaft in derselben Schlichtheit weiterzugeben, wie sie in unseren Lehren verkündet wird. Sie müssen allen, mit denen sie zusammenkommen, echte und göttliche Liebe erweisen. Das Herz einer ungebildeten Seele ist äußerst empfindsam; jede Spur von Vorurteil von seiten des Pioniers oder Lehrers wird sofort erfühlt. Wenn die Freunde in der Breite lehren, sollten sie Vorsicht walten lassen und nicht die sozialen und humanitären Seiten des Glaubens herausstreichen, um auf diese Weise neue Bahá'í zu gewinnen. Erfahrungsgemäß stellen sich viele Schwierigkeiten ein, wenn Menschen, denen wir die Lehre bringen, gleichzeitig soziale Einrichtungen wie Schulen, Krankenstationen, Hospitäler oder auch nur Kleidung und Nahrung von uns angeboten bekommen. Das Hauptmotiv sollte immer die Antwort des Menschen auf Gottes Botschaft und die Anerkennung Seines Boten sein. Wer sich als Bahá'í erklärt, sollte von der Schönheit der Lehren ergriffen und von der Liebe Bahá'u'lláhs angerührt sein. Die Neuerklärten brauchen nicht die ganze Geschichte und alle Beweise, Gebote und Prinzipien des Glaubens zu kennen; aber in der Zeit, in der ihre Erklärung reift, muss nicht nur der Funke des Glaubens zu ihnen überspringen, sondern sie müssen einige Grundinformationen über die Zentralgestalten des Glaubens erhalten sowie über das Bestehen von Geboten, denen sie folgen, und einer Administration, der sie gehorchen müssen. Nach der Erklärung dürfen die neuen Gläubigen nicht sich selbst überlassen bleiben. Durch Korrespondenz und Besuche, durch Treffen und Vertiefungsklassen müssen die Freunde geduldige Stärkung und liebevolle Hilfe erfahren, um sich zur vollen Bahá'í-Reife zu entwickeln. Der geliebte Hüter hat über die Aufgaben von Bahá'í-Räten bei der Hilfe für neuerklärte Gläubige folgendes geschrieben: »... sollten sich die Mitglieder jedes Rates bemühen, den Neuerklärten nach seiner Aufnahme in die Bahá'í-Gemeinde mit Geduld, Liebe, Takt und Weisheit zur Bahá'í-Reife zu entwickeln und ihn nach und nach dahin zu bringen, dass er alles, was in den Lehren verordnet ist, rückhaltlos akzeptiert.«
Universales Haus der Gerechtigkeit

Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Botschaft 13.07.1964

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Lehre die Sache Gottes, o Volk Bahás, denn Gott hat es jedem zur Pflicht gemacht, Seine Botschaft zu verkünden, und betrachtet dies als die verdienstvollste aller Taten.

Bahá'u'lláh

O Diener Gottes! Freue dich über die Frohen Botschaften Gottes, sei glücklich durch die Verbreitung der göttlichen Düfte, klammere dich an das Reich Gottes in solcher Weise, dass du dich dadurch von der Welt löst und in deinem Herzen das Feuer der Liebe Gottes in einem Maße entzündest, dass jeder, der sich dir nähert, seine Wärme spürt. Wenn du diese Stufe zu erreichen wünscht, dann solltest du dich ganz Gott zuwenden. Vielleicht wird dann ein Licht auf dich herabsteigen, durch das die göttlichen Düfte durch alle jene Regionen verbreitet werden und du zu einer Lampe der Führung wirst, aus der das Licht der Erkenntnis ausstrahlt und sich über jene weiten Länder und entfernten Regionen ausbreitet.

Abdu'l-Bahá

Ich hoffe, dass diese Begegnung zu einem Docht in der Lampe wurde und dass das Feuer ihn entzündete, sobald es damit in Berührung kommt. Ich erwarte Ergebnisse dieser Begegnung, dass Ich dich nämlich wie eine Kerze leuchten sehe, wie eine Motte, die sich im Feuer der Liebe Gottes verzehrt, weinen wie eine Wolke, weil die Liebe und Anziehung so groß sind, lachen wie eine Wiese und durch diese Fröhlichkeit aufgerüttelt, wie ein junger Baum durch die Winde aus dem Abhá Paradies.

Abdu'l-Bahá

Gottes Dienerinnen müssen sich auf eine solche Stufe erheben, dass sie von selbst und ohne Hilfe diese inneren Bedeutungen begreifen und fähig werden, jedes Wort in allen Einzelheiten zu erläutern - eine Stufe, auf der aus der Wahrheit ihres tiefsten Herzens ein Quell der Weisheit sprudelt, wie sich ein Springbrunnen aus seinem eigenen Urgrund ergießt.

Abdu'l-Bahá