Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
Alle Zitate
Die Vorstellung der Auslöschung trägt zur Herabsetzung des Menschen bei, wird zur Ursache seiner Entwürdigung und Erniedrigung, ist eine Quelle der Furcht und Niedergeschlagenheit. Sie führt zur Zerstreutheit und Schwächung des menschlichen Denkens, während die Erkenntnis des Daseins und Fortbestehens dem Menschen erhabene Gedanken eingibt, die Grundlagen des menschlichen Fortschritts schafft und die Entwicklung himmlischer Tugenden fördert. Darum ist es die Pflicht des Menschen, Vorstellungen von Nichtsein und Tod, die reine Einbildung sind, aufzugeben und sich entsprechend der göttlichen Schöpfungsabsicht als ewig lebend, ewig fortbestehend anzusehen. Er muss sich von Vorstellungen abwenden, die die menschliche Seele herabsetzen, sodass er Tag für Tag und Stunde für Stunde höher zur geistigen Wahrnehmung des Fortbestehens der menschlichen Wirklichkeit aufsteigen kann. Wenn er bei der Vorstellung vom Nichtsein verweilt, wird er vollkommen handlungsunfähig; sein Entwicklungsstreben wird aufgrund geschwächter Willenskraft nachlassen und die Aneignung menschlicher Tugenden wird enden.
'Abdu'l-Bahá

'Abdu'l-Bahá, Die Verkündigung des Weltfriedens 38:7

Weitere Zitate · Seele

Alle anzeigen →

Wahrlich, Ich sage, die menschliche Seele ist über allen Austritt und alle Rückkehr erhaben. Sie ist in Ruhe und doch schwingt sie sich auf; sie schreitet fort, und doch ist sie in Ruhe.

Bahá'u'lláh

Wisse, dass die Seele des Menschen über alle Gebrechlichkeit des Leibes und des Verstandes erhaben und davon unabhängig ist. Dass ein Kranker Zeichen der Schwäche aufweist, ist den Hindernissen zuzuschreiben, die sich bei ihm zwischen Seele und Leib legen; denn die Seele selbst bleibt unberührt von jedem körperlichen Leiden. Denke an das Licht der Lampe. Wenn auch ein Gegenstand von außen ihr Strahlen beeinträchtigen kann, so scheint das Licht selbst doch mit unverminderter Stärke weiter. Ebenso ist jedes Gebrechen des menschlichen Leibes ein Hindernis für die Seele, das sie davon abhält, ihre innere Kraft und Stärke zu zeigen. Wenn sie jedoch den Leib verlässt, wird sie solche Überlegenheit beweisen, solchen Einfluss entfalten, dass keine Macht der Erde dem gleichkommen kann. Jede reine, jede geläuterte und geheiligte Seele wird mit gewaltiger Macht begabt sein und in überschäumender Freude jubeln.

Bahá'u'lláh

Nun zu deiner Frage über die Seele des Menschen und ihr Fortleben nach dem Tode. Wisse wahrlich, dass die Seele nach ihrer Trennung vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten und Jahrhunderte noch der Wechsel und Wandel dieser Welt ändern können. Sie wird so lange bestehen, wie das Reich Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden. Sie wird die Zeichen Gottes und Seine Eigenschaften offenbaren, Seine Gnade und Huld enthüllen.

Bahá'u'lláh

Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Wisse wahrlich, dass die Seele ein Zeichen Gottes ist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen, und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann. Sie ist von allen erschaffenen Dingen das erste, das die Vollkommenheit des Schöpfers verkündet, Seine Herrlichkeit anerkennt, sich an Seine Wahrheit hält und sich in Anbetung vor Ihm niederbeugt.

Bahá'u'lláh