Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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»Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist«, verkündet das Kitáb-i-Aqdas, »wendet euer Angesicht zu Ihm, den Gott bestimmt hat, der aus dieser Urewigen Wurzel entsprungen ist.« Und weiter: »Wenn sich die Mystische Taube aus ihrem Tempel des Lobpreises emporgeschwungen und ihr fernes Ziel, ihre verborgene Behausung, erreicht hat, wendet euch in allem, was ihr im Buche nicht versteht, an Ihn, der aus diesem mächtigen Stamm hervorging.« Auch im Kitáb-i-‘Ahd erklärt Bahá’u’lláh feierlich und ausdrücklich: »Es ist den Aghṣán, den Afnán und Meiner Verwandtschaft zur Pflicht gemacht, dass sie allesamt ihr Antlitz dem Mächtigsten Ast zuwenden. Beachtet, was Wir in Unserem Heiligsten Buche offenbart haben: ›Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist, so wendet euer Angesicht zu Ihm, den Gott bestimmt hat, der aus dieser Urewigen Wurzel kam.‹ Der Gegenstand dieses heiligen Verses ist kein anderer als der Mächtigste Ast. So haben Wir euch gnädig Unseren machtvollen Willen offenbart, und wahrlich, Ich bin der Gnadenvolle, der Allmächtige.« In der Súriy-i-Ghuṣn sind folgende Verse aufgezeichnet:» Vom Sadratu’l-Muntahá ist dieses heilige und erhabene Wesen, dieser Zweig der Heiligkeit, entsprossen. Wohl dem, der bei Ihm Zuflucht sucht und unter Seinem Schatten weilt. Wahrlich, der Ast des Gesetzes Gottes ist von dieser Wurzel ausgegangen, die Gott fest in den Boden Seines Willens pflanzte und deren Ast in einem Maß erhoben wurde, dass er die ganze Schöpfung überschattet. Gepriesen sei Er für dieses erhabene, dieses segensreiche, mächtige und herrliche Werk! … Ein Wort ist aus der Größten Tafel als Zeichen Unserer Gnade hervorgegangen, ein Wort, das Gott mit dem Schmucke Seines eigenen Wesens zierte und zum Herren über die Erde und alles, was auf ihr ist, und zu einem Zeichen Seiner Größe und Macht unter ihren Bewohnern setzte … Danke Gott, o Volk, dass Er erschienen ist, denn wahrlich, Er ist für euch die größte Gnade, die vollkommenste Güte, und durch Ihn wird jedes modernde Gebein lebendig. Wer Ihm sich zuwendet, hat sich Gott zugewandt, und wer sich von Ihm abkehrt, hat sich von Meiner Schönheit abgekehrt, hat Meinen Beweis verworfen und sich gegen Mich vergangen. Er ist der Vertraute Gottes unter euch, Sein Pfand in euch, Seine Offenbarung für euch und Seine Erscheinung unter Seinen begünstigten Dienern … Wir haben Ihn herabgesandt in der Gestalt eines menschlichen Tempels. Gesegnet und geheiligt sei Gott, der durch Seinen unumstößlichen, unfehlbaren Ratschluss werden lässt, was immer Er wünscht. Wer nicht im Schatten des Astes bleibt, der ist verloren in der Wüste des Irrtums. Die Glut der weltlichen Wünsche zehrt ihn auf, und er gehört zu denen, die sicherlich untergehen.« »O Du, der Du Mein Augapfel bist!«, schreibt Bahá’u’lláh mit eigener Hand an ‘Abdu’l-Bahá, »Meine Herrlichkeit, das Weltmeer Meiner Güte, die Sonne Meiner Freigebigkeit, der Himmel Meiner Barmherzigkeit seien mit Dir! Wir bitten Gott, Er möge die Welt erleuchten mit Deinem Wissen und Deiner Weisheit und für Dich verordnen, was Dein Herz erfreue und Dein Auge tröste.« »Gottes Herrlichkeit sei auf Dir«, schreibt Er in einem anderen Sendschreiben, »sowie auf allen, die Dir dienen und um Dich sind. Weh, großes Weh begegne dem, der sich Dir widersetzt und Dich beleidigt. Wohl dem, der Dir die Treue zuschwört! Das Feuer der Hölle aber möge jene peinigen, die Dir feind sind.« »Wir machten Dich zu einer Zuflucht für die ganze Menschheit«, bezeugt Er in einem weiteren Sendschreiben, »zu einem Schild für alle, die im Himmel und auf Erden sind, zu einer Feste für alle, die an Gott, den Unvergleichlichen, den Allwissenden, glauben. Gott gebe Dir, dass Er durch Dich sie schütze, sie reich mache und erhalte und dass Er Dich mit dem erfülle, was zu einer Quelle für den Wohlstand aller erschaffenen Dinge, zu einem Meer der Freigebigkeit für alle Menschen und zum Tagesanbruch des Erbarmens über alle Völker werde.«
Shoghi Effendi

Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:76

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Dies ist der Letzte Wille des göttlichen Erblassers: Es ist den Aghsán¹, den Afnán² und Meiner Verwandtschaft zur Pflicht gemacht, daß sie allesamt ihr Antlitz dem Mächtigsten Aste zuwenden. Beachtet, was Wir in Unserem Heiligsten Buch offenbart haben: »Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist, wendet euer Angesicht Ihm zu, den Gott bestimmt hat, Ihm, der dieser Urewigen Wurzel entsproß.«³ Mit diesem heiligen Vers ist kein anderer gemeint als der Mächtigste Ast.¹ So haben Wir euch gnädig Unseren machtvollen Willen offenbart, und wahrlich, Ich bin der Gnadenvolle, der Allmächtige. Wahrlich, Gott hat bestimmt, daß die Stufe des Größeren Astes² unter derjenigen des Größten Astes³ ist. Er ist fürwahr der Gebieter, der Allweise. Wir haben »den Größeren« nach »dem Größten« erwählt, wie es der Allwissende, der Allkennende befiehlt.

Bahá'u'lláh

Ein anderer Seiner Charakterzüge, den niemand vergessen konnte, der Ihn je sah, war Sein Umgang mit Kindern, die man zu Ihm brachte. Er hielt viele Seiner Ansprachen, während Er seinen Arm um eines der Kinder gelegt hatte. Ständig ermahnte Er die Eltern: Lssen Sie dieses Kind eine gute Erziehung genießen. Bemühen Sie sich bis zum Äußersten, ihm das Beste zuteil werden zu lassen, das Sie sich leisten können, damit es sich der Vorteile dieses ruhmreichen Zeitalters erfreuen kann. Tun Sie alles Ihnen Mögliche, um die ihm innewohnende Geistigkeit zu fördern.

'Abdu'l-Bahá

In der denkwürdigen Nacht, da der Báb in einem verborgenen Winkel von Shíráz zu Mullá Husayn von der Bedeutung Seiner Sendung sprach, war ein dynamischer, von göttlichen Kräften angetriebener Prozeß in Gang gesetzt worden, der ungeahnte Möglichkeiten in sich barg, weltumfassend angelegt war und letzten Endes die Welt verändern sollte. Um die Kräfte dieses vom Himmel ausgelösten Prozesses zu steuern und ihr harmonisches Fortwirken nach dem Hinscheiden Bahá’u’lláhs zu gewährleisten, war ein göttliches Instrument unerläßlich, das unanfechtbare Autorität besaß und mit dem Autor der Offenbarung in organischer Verbindung stand. Für dieses Instrument hatte Bahá’u’lláh ausdrücklich gesorgt durch die Stiftung des Bundes, den Er vor Seinem Hinscheiden fest begründete. Von diesem Bund hatte Er schon im Kitáb-i-Aqdas gesprochen, und als Er in den Tagen vor Seinem Tod Abschied von Seiner um das Bett versammelten Familie nahm, wies Er ebenfalls darauf hin, auch hatte Er ihn in einem besonderen Dokument niedergelegt, das Er das »Buch Meines Bundes« nannte und während Seiner letzten Krankheit Seinem ältesten Sohn Abdu’l-Bahá anvertraute …

Shoghi Effendi

O mein Gott, mein Geliebter, Du Sehnsucht meines Herzens! Du weißt und siehst, was über Deinen Diener gekommen ist, der sich demütig an Deinem Tore niederwirft. Du kennst die Frevel, die das Volk der Bosheit gegen ihn verübte – jene, die Deinen Bund brachen und Deinem Testament den Rücken kehrten. Am Tage schossen sie die Pfeile des Hasses auf mich, des Nachts verschworen sie sich insgeheim, mich zu verletzen. Im ersten Morgenlicht verübten sie, was den himmlischen Heerscharen die Tränen in die Augen trieb, des Abends zückten sie das Schwert der Tyrannei gegen mich, und schleuderten im Beisein der Frevler ihre Speere der Verleumdung auf mich. Trotz ihrer Missetaten blieb Dein demütiger Diener geduldig; er trug alle Leiden und Prüfungen von ihrer Hand, obwohl er durch Deine Macht und Stärke ihr Gerede hätte zunichte machen, ihr Feuer löschen und die Flamme ihrer Aufsässigkeit tilgen können.

'Abdu'l-Bahá