So wie das Tier edler ist als Pflanze und Mineral, so steht der Mensch über dem Tier. Dem Tier fehlt das Vorstellungsvermögen, das heißt, es ist gefangen in der Welt der Natur und hat keinen Sinn für das, was in der Natur verborgen liegt oder was über sie hinausgeht; ihm fehlen die geistige Empfänglichkeit und die Anregungen des Bewusstseins, es weiß nichts von der Welt Gottes und es kann nie von den Naturgesetzen abweichen. Beim Menschen ist das anders. Der Mensch besitzt ein strahlendes Bewusstsein, Wahrnehmungsfähigkeit, Vorstellungsvermögen, und er ist fähig, die Geheimnisse des Universums zu entdecken. Alle Industriezweige, Erfindungen und Hilfsmittel, die uns im Alltag umgeben, waren einmal verborgen in der Natur, aber der Mensch durchdrang die Geheimnisse und nutzte sie für seine Ziele. Nach den Gesetzen der Natur hätten sie unsichtbar und verborgen bleiben sollen; aber der Mensch erhob sich über diese Gesetze, entdeckte diese Geheimnisse und brachte sie aus dem Reich des Unsichtbaren ins Reich des Bekannten und Sichtbaren. Wie wunderbar ist der Geist des Menschen! Eines dieser geheimnisvollen Naturphänomene ist die Elektrizität. Der Mensch hat diese unermessliche Kraft entdeckt und für sich nutzbar gemacht. Wie viele Geheimnisse der Natur sind schon ergründet und offenbart worden! Kolumbus entdeckte Amerika, als er noch in Spanien lebte. Der Mensch hat herausgefunden, dass die Sonne ortsgebunden ist, während die Erde sie umkreist. Das Tier ist dazu nicht in der Lage. Der Mensch erkennt in der Fata Morgana eine Sinnestäuschung. Das übersteigt die Fähigkeiten des Tieres. Das Tier kann nur durch Sinneseindrücke etwas erkennen, nicht aber intellektuelle Sachverhalte erfassen. Das Tier kann sich die Macht der Gedanken nicht vorstellen. Dies ist ein abstrakter, intellektueller Sachverhalt und nicht allein auf die Sinne beschränkt. Das Tier kann nicht erfassen, dass die Erde rund ist. Kurz, die Fähigkeit, abstrakte intellektuelle Phänomene zu erfassen, ist dem Menschen vorbehalten. Die gesamte Schöpfung unterhalb der menschlichen Stufe ist in der Natur gefangen; sie kann nicht im Geringsten von den Naturgesetzen abweichen. Aber der Mensch entreißt der Natur das Schwert der Herrschaft und setzt es ein, um sie zu beherrschen. Zum Beispiel muss der Mensch von Natur aus auf dem Erdboden leben, aber die Kraft des menschlichen Geistes überwindet diese Einschränkung und in Flugzeugen erhebt er sich in die Lüfte. Das widerspricht den Naturgesetzen und ihren Vorgaben. Mit hoher Geschwindigkeit befährt er die Meere und taucht in Unterseebooten unter deren Oberfläche. Er schließt die menschliche Stimme in einen Phonographen ein und kommuniziert innerhalb eines Augenblicks von Ost nach West. Das sind Dinge, von denen wir wissen, dass sie den Gesetzen der Natur und ihren Beschränkungen widersprechen. Der Mensch überschreitet die Grenzen der Natur, während Mineralien, Pflanzen und Tiere ihr machtlos ausgesetzt sind. Das kann nur die Kraft des Geistes erreichen, denn der Geist ist die Wirklichkeit.