Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Eine Unterscheidung, die Gott in der Schöpfung nicht vorgesehen hat, gelten zu lassen und an ihr festzuhalten, ist Unwissenheit und Aberglaube. Worauf es hier jedoch ankommt, ist, dass der Frau, die früher benachteiligt wurde, heute die gleichen Chancen für Erziehung, Bildung und Ausbildung wie dem Mann eingeräumt werden müssen. Es darf keinen Unterschied in ihrer Erziehung und Bildung geben. Solange die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht vollständig verwirklicht ist, kann sich die menschliche Gesellschaft nicht zur Reife entwickeln. Selbst wenn man annähme, dass die Frau dem Mann zu einem gewissen Grad an Fähigkeit oder an Leistung unterlegen sei, so würde diese oder jede andere Unterscheidung doch nur weiterhin Zwietracht und Leid erzeugen. Das einzige Heilmittel sind Erziehung und Bildungschancen, denn Gleichstellung bedeutet gleiche Befähigung. Kurzum, anzunehmen, der Mann sei überlegen, wird den Eifer der Frau weiterhin unterdrücken, so als sei ihr Streben nach Gleichberechtigung schöpfungsbedingt unmöglich. Das Streben der Frau nach Fortschritt wird dadurch behindert und sie wird allmählich die Hoffnung verlieren. Wir müssen also ganz im Gegenteil erklären, dass ihre Leistungsfähigkeit gleich ist, sogar größer als die des Mannes. Dies wird sie mit Hoffnung und Ehrgeiz beflügeln und ihre Entwicklungsbemühungen werden kontinuierlich zunehmen. Ihr darf nicht gesagt und beigebracht werden, dass sie in Bezug auf ihr Leistungsvermögen und ihre Befähigung schwächer und unterlegen ist. Wenn man einem Schüler sagt, er sei weniger intelligent als seine Mitschüler, wirft ihn das sehr stark zurück und behindert seinen Fortschritt. Er muss in seiner Entwicklung ermutigt werden, mit der Aussage: »Du bist sehr fähig, und wenn du dich anstrengst, wirst du den höchsten Abschluss erreichen.«
'Abdu'l-Bahá

‘Abdu’l-Bahá, Die Verkündigung des Weltfriedens 32:7

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O Menschenkinder! Wißt ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staub erschufen? Damit sich keiner über den anderen erhebe. Bedenket allzeit in eurem Herzen, wie ihr erschaffen seid. Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es euch, wie eine Seele zu sein, auf selbem Fuße zu wandeln, in gleicher Weise zu essen und im selben Lande zu wohnen, auf daß aus eurem innersten Wesen durch euer Handeln und Tun die Zeichen der Einheit und das Wesen der Loslösung offenbar werden. Solches rate Ich euch, o Scharen des Lichts. Achtet wohl auf diesen Rat, damit ihr die heiligen Früchte vom Baume wundersamer Herrlichkeit erlanget.

Bahá'u'lláh

Er ist das Licht, das vom Horizont der Offenbarung leuchtet! An diesem Tage spricht der gesegnete Baum des Gedenkens im Reiche der Rede die Worte: Wohl dem Diener, der sein Angesicht Ihm zuwendet und Seine Wahrheit erfaßt; wohl der Magd, die Seiner Stimme lauscht und zu den Glückseligen gehört. Sie ist wahrlich siegreich auf dem Felde wahren Verstehens. Dies bezeugt die Zunge der Wahrheit von Seiner erhabenen Stufe.

Bahá'u'lláh

In diesem großen Zyklus, dieser wundersamen Sendung wurden einige Frauen als Sinnbilder der Einheit und Wahrzeichen der Einzigkeit ausersehen, denn die Offenbarung göttlicher Gnadengaben wird Männern wie Frauen gleicherweise zuteil. ,,Wahrlich, der ist vor Gott der Angesehenste, der unter euch der Gerechteste ist“, kann auf Männer und Frauen, Diener und Dienerinnen gleichermaßen angewandt werden. Alle stehen im Schutz des Wortes Gottes und schöpfen ihre Kraft aus den Gnadengaben des Herrn. Halte dich also nicht für unbedeutend, voller Zweifel, was eine Dienerin, verborgen hinter dem Schleier, vollbringen könnte… Erhebe dich mit standhaftem Herzen und festem Schritt, um mit beredter Zunge das Wort Gottes zu verbreiten.

Bahá'u'lláh

Im Angesicht Gottes waren Frauen und Männer von jeher gleich und werden es immer sein.

Bahá'u'lláh