Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Frage: Worin liegt der Unterschied zwischen Verstand, Geist und Seele? Antwort: Es wurde schon zuvor erklärt, daß sich der Geist in fünf Stufen einteilen läßt, und zwar in den Geist der Pflanze, den Geist des Tieres und den Menschengeist, den Geist des Glaubens und den Heiligen Geist. Der Geist der Pflanze ist die Kraft des Wachstums, die durch die Einwirkungen der Umwelt auf das Samenkorn hervorgerufen wird. Der Geist des Tieres ist die Kraft aller Sinne, die durch Verbindung und Vermischung von Grundstoffen verwirklicht wird. Wird diese Verbindung zersetzt, geht auch die Kraft zugrunde und wird aufgehoben. Es ist mit ihr wie mit dieser Lampe: Wenn Öl, Docht und Feuer verbunden werden, brennt sie; wenn diese Zusammensetzung aber aufgelöst wird, das heißt, wenn die verbundenen Teile voneinander getrennt werden, erlischt auch die Lampe. Der Menschengeist, der den Menschen vom Tier unterscheidet, ist die mit Vernunft begabte Seele; und diese zwei Begriffe – Menschengeist und mit Vernunft begabte Seele – bezeichnen dasselbe. Dieser Geist, der in der Sprache der Philosophen die mit Vernunft begabte Seele ist, erfaßt alle Wesen und entdeckt – soweit es die menschlichen Fähigkeiten zulassen – die wahre Natur der Dinge; er weiß um ihre Eigentümlichkeit und ihren Sinn und um die charakteristische Eigenart und Besonderheit der Seinsformen. Wenn er aber nicht durch den Geist des Glaubens gefördert wird, kann er die himmlischen Rätsel und die göttliche Wirklichkeit nicht begreifen. Er ist wie ein Spiegel: Er mag noch so blank, feingeschliffen und blendend sein – er muß dem Lichte zugekehrt werden. Er kann die himmlischen Geheimnisse nicht eher entdecken, als bis sich ein Strahl der Sonne in ihm widerspiegelt. Der Verstand ist die Kraft des Menschengeistes. Der Geist ist die Lampe, der Verstand das Licht, das aus ihr strahlt. Geist ist der Baum, Verstand die Frucht. Verstand ist die Krone des Geistes und seine wesentliche Eigenschaft, so wie die Strahlen die wesensmäßige Notwendigkeit der Sonne sind.
'Abdu'l-Bahá

'Abdu'l-Bahá, Beantwortete Fragen 55

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Die erste und vornehmste unter den Gaben, die der Allmächtige den Menschen verliehen hat, ist die des Verstandes. … Diese Gabe gibt dem Menschen die Kraft, in allen Dingen die Wahrheit herauszufinden; sie führt ihn zu dem, was recht ist, und hilft ihm, die Geheimnisse der Schöpfung zu entdecken.

Bahá'u'lláh

Betrachte die Welt und denke eine Weile darüber nach. Sie entschleiert das Buch ihres eigenen Selbstes vor deinen Augen und offenbart, was die Feder deines Herrn, des Gestalters, des Allwissenden, hineingeschrieben hat.

Bahá'u'lláh

Lobpreis sei Gott, dem Allbesitzenden, dem König unvergleichlicher Herrlichkeit, ein Lobpreis, der unermeßlich hoch über dem Begreifen alles Erschaffenen steht, und der erhaben ist über die Fassungskraft des menschlichen Verstandes. Niemand außer Ihm war jemals fähig, Seinen Lobpreis angemessen zu singen, noch wird es jemals einem Menschen gelingen, das volle Maß Seiner Herrlichkeit zu beschreiben. Wer kann behaupten, die Höhen Seines erhabenen Wesens erreicht zu haben, und welcher Verstand kann die Tiefen Seines unergründlichen Geheimnisses ermessen?

Bahá'u'lláh

Du hast Mich gefragt, ob der Mensch, abgesehen von Gottes Propheten und Seinen Auserwählten, nach dem körperlichen Tode dieselbe Eigenart und Persönlichkeit, dasselbe Bewußtsein, denselben Verstand beibehalte, die sein Leben in dieser Welt auszeichnen. Wäre dies der Fall, wie kommt es dann, so wendest du ein, daß leichte Schädigungen der geistigen Fähigkeiten wie Ohnmacht und schwere Krankheit dem Menschen Verstand und Bewußtsein rauben, während sein Tod, der den Zerfall seines Leibes und die Auflösung seiner Bestandteile mit sich bringt, machtlos ist, diesen Verstand zu zerstören und dieses Bewußtsein auszulöschen? Wie kann man sich vorstellen, daß Bewußtsein und Persönlichkeit des Menschen erhalten bleiben, wenn gerade die für ihr Bestehen und Wirken notwendigen Werkzeuge völlig aufgelöst sein werden?

Bahá'u'lláh