Bahá'í ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Als wir ihm näherkamen, grüßte er uns und fragte, was unser Ziel sei. Ich hielt es für das beste, ihm nicht die Wahrheit zu sagen, und antwortete, dass wir vom Gouverneur von Fárs in diese Gegend geschickt worden seien, um gewisse Erkundigungen einzuziehen. Er bemerkte lächelnd: »Der Gouverneur hat euch ausgesandt, Mich gefangen zu nehmen. Hier bin Ich; tut mit Mir, wie euch beliebt. Ich kam euch entgegen, um euch den Weg abzukürzen, und damit ihr Mich leichter findet.« Ich war sprachlos über diese Worte und wunderte mich über seine Aufrichtigkeit und Offenheit. Ich konnte mir seine Bereitwilligkeit, sich aus eigenem Antrieb der strengen Zucht der Regierungsbehörden auszuliefern und dabei sein Leben und seine Sicherheit aufs Spiel zu setzen, nicht erklären. Ich versuchte, ihn einfach nicht zu beachten, und machte Anstalten, weiterzureiten. Da ging er auf mich zu Und sagte: »Ich schwöre bei der Gerechtigkeit Dessen, Der den Menschen erschuf, ihn über all Seine übrigen Geschöpfe hinaushob und sein Herz zum Sitz Seiner Herrschaft und Erkenntnis gemacht hat, dass Ich Mein Leben lang kein unwahres Wort gesprochen habe, und dass Ich nie einen anderen Wunsch gehabt habe als das Wohl und den Fortschritt Meiner Mitmenschen. Ich habe Mein eigenes Wohl verschmäht und habe stets vermieden, zur Ursache des Schmerzes oder des Kummers für irgend jemanden zu werden. Ich weiß, dass du Mich suchst. Und lieber will Ich Mich selbst in deine Hand geben, als dass Ich dich und deine Gefährten unnötigen Unannehmlichkeiten um Meinetwillen aussetzte.« Diese Worte bewegten mich tief. Unwillkürlich stieg ich von meinem Pferd ab, küßte seine Steigbügel und sprach ihn an mit den Worten: `O Licht in den Augen des Propheten Gottes! Ich beschwöre dich bei Ihm, der dich erschaffen und mit solcher Erhabenheit und Kraft ausgestattet hat, erfülle meine Bitte und erhöre mein Flehen. Ich bitte dich inständig, verlasse diesen Ort und fliehe vor dem Angesicht von Husayn Khán, dem erbarmungslosen und verächtlichen Gouverneur dieser Provinz. Mir graut vor seinen Anschlägen wider dich; und ich bin empört bei dem Gedanken, dass ich zum Werkzeug für seine böswilligen Pläne gegen einen so unschuldigen und edlen Abkommen des Propheten Gottes gemacht werden soll. Meine Gefährten sind alle ehrenwerte Männer. Ihr Wort ist ihr Pfand. Sie werden sich verpflichten, deine Flucht nicht zu verraten. Ich bitte dich, begib dich zur Stadt Mashhad in Khúrásán und vermeide es, der Brutalität dieses hartherzigen Wolfes zum Opfer zu fallen.` Auf meine inständige Bitte gab Er die Antwort: »Möge der Herr, dein Gott, dir deine Großmut und deine edle Absicht vergelten. Niemand weiß um das Geheimnis Meiner Sache; niemand vermag ihre Geheimnisse zu ergründen. Nie und nimmer werde ich Mein Angesicht vom Willen Gottes abkehren. Er allein ist Meine sichere Feste, Meine Stütze und Meine Zuflucht. Bis Meine letzte Stunde da ist, wird niemand wagen, Mich anzugreifen, niemand kann den Plan des Allmächtigen vereiteln. Und wenn Meine Stunde gekommen ist, wie groß wird Meine Freude sein, wenn ich dann den Kelch des Märtyrertums in Seinem Namen leeren darf! Hier bin Ich, gib Mich in die Hände deines Herren! Fürchte dich nicht, denn niemand wird dich darum tadeln.« Ich beugte mich ihm und erfüllte seinen Wunsch.
Sonstige

Nabils Bericht aus den frühen Tagen der Bahá'í-Offenbarung 182

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Wahrlich, Ich sage, dies ist der Tag, an dem die Menschheit das Angesicht des verheißenen schauen und Seine Stimme hören kann. Gottes Ruf ist erhoben, und das Licht Seines Antlitzes ist über den Menschen aufgegangen. Es geziemt einem jeden, die Spuren jedes eitlen Wortes von der Tafel seines Herzens zu löschen, und mit offenem und unvoreingenommenem Sinn fest auf die Zeichen Seiner Offenbarung, die Beweise Seiner Sendung und die Zeichen Seiner Herrlichkeit zu schauen.

Bahá'u'lláh

Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt wurde. Alle Völker der Welt haben die Pflicht, ihre Gegensätze auszugleichen und in vollkommener Einigkeit und in Frieden im Schatten des Baumes Seiner Obhut und Gnade zu wohnen. Es geziemt ihnen, sich an das zu halten, was an diesem Tage der Erhöhung ihrer Stufe und der Förderung ihres eigenen Besten dient.

Bahá'u'lláh

Dies ist der Tag, da das Meer göttlicher Gnade den Menschen offenbart ist, der Tag, da die Sonne Seiner Güte ihren Strahlenglanz über sie ergießt, der Tag, da die Wolken Seiner reichen Gaben die ganze Menschheit überschatten. Jetzt ist es Zeit, die Niedergeschlagenen mit dem belebenden Hauch der Liebe und Gemeinschaft und den lebendigen Wassern der Freundlichkeit und Güte aufzumuntern und zu erquicken.

Bahá'u'lláh

Groß fürwahr ist dieser Tag! Die Hinweise in allen heiligen Schriften auf ihn als den »Tag Gottes«¹ bezeugen seine Größe. Die Seele jedes Propheten Gottes und jedes göttlichen Boten hat nach diesem wundersamen Tag gedürstet. Alle Geschlechter der Erde haben sich in gleicher Weise danach gesehnt, ihn zu erleben. Doch kaum hatte sich das Tagesgestirn Seiner Offenbarung am Himmel des Willens Gottes kundgetan, da wurden alle außer jenen, die der Allmächtige zu ihren beliebte, als stumm und achtlos befunden.

Bahá'u'lláh