Mit der Zunahme der Neuerklärungen ist deutlich geworden, dass solche gelegentlichen Unterrichtskurse und die informellen Aktivitäten im Gemeindeleben, so wichtig sie sind, nicht ausreichen, um die Gläubigen zu schulen, denn ihr Ergebnis war nur eine verhältnismäßig geringe Zahl von aktiven Mitarbeitern der Sache. Unabhängig davon, wie willig und ergeben diese Gläubigen sind, sie können nicht den Bedürfnissen von Hunderten und viel weniger von Tausenden eben flügge gewordenen örtlichen Gemeinden gerecht werden. Bahá'í-Institutionen müssen daher systematisch eine bedeutende Anzahl von Gläubigen schulen und ihnen helfen, dem Glauben gemäß den ihnen von Gott verliehenen Begabungen und Fähigkeiten zu dienen. Die Schulung von Gläubigen in großem Maßstab erfordert es, dass die Errichtung von Instituten in einem neuen Licht betrachtet wird. In vielen Gegenden ist es wichtig geworden, Institute als Organisationsstrukturen zu schaffen, die sich der systematischen Ausbildung widmen. Es ist der Zweck einer solchen Ausbildung, ein ständig wachsendes Kontingent an Gläubigen mit der geistigen Einsicht, mit Kenntnissen und Fähigkeiten zu begaben, die für die vielen Aufgaben bei beschleunigter Ausbreitung und Vertiefung erforderlich sind. Dazu gehört auch das Lehren und Vertiefen einer großen Zahl von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Dieses Ziel kann am besten durch ein gut organisiertes, formelles Programm von zu diesem Zweck entworfenen Lehrplänen erreicht werden.
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Konferenz der Kontinentalen Berater 26.12.1995