Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Die Aussagen in den Schriften des Glaubens über den Schaden, den Vorurteile Einzelnen und der Gesellschaft zufügen, sind sehr nachdrücklich. ‘Abdu’l-Bahá hat erklärt, dass der Mensch erniedrigt wird, wenn er Gefangener seiner eigenen Illusionen und Mutmaßungen wird. Vorurteile beflecken den menschlichen Geist, entwürdigen sowohl den Täter als auch das Opfer, vernebeln die Wahrnehmung und das Verständnis und verhindern das Erreichen jenes erhabenen Maßstabs der Gerechtigkeit, der in den Schriften verkündet wird: „…mit eigenen Augen [zu] sehen, nicht mit den Augen anderer“ und „durch eigene Erkenntnis Wissen [zu] erlangen, nicht durch die deines Nächsten“. ‘Abdu’l-Bahá hat auch deutlich gemacht, dass Vorurteile „den Bau der Menschheit zerstören“, „die Grundlagen der Welt der Menschheit vernichten“ und die Ursache für „die Krankheit der Welt“ sind. Solange das Vorurteil nicht beseitigt ist, „wird und kann die Welt der Menschheit keinen Frieden, keinen Wohlstand und keine Ruhe erlangen“. „Deshalb kann die Menschheit, wie in der Vergangenheit so auch heute, nur dann aus der Finsternis der Erdgebundenheit errettet werden und Erleuchtung empfangen, wenn sie Vorurteile ablegt und die Tugenden des Gottesreiches erwirbt.“
Universales Haus der Gerechtigkeit

Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Botschaft vom 1.11.2022, Absatz 12

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Zerreisst in Meinem Namen die Schleier, die euere Sicht so schwer behindern, und zerschlagt durch die Macht, die aus eurem Glauben an Gottes Einheit geboren ist, die Götzen leerer Nachahmung. Dann tretet ein in das heilige Paradies des Wohlgefallens des Allerbarmers. Heiligt euere Seelen von allem, was nicht von Gott ist, und genießet die süße Ruhe im Schoße Seiner weiten, machtvollen Offenbarung, im Schatten Seiner höchsten, unfehlbaren Befehlsgewalt. Bleibet nicht in den dichten Schleiern euerer selbstsüchtigen Wünsche verhüllt, denn in jedem von euch habe Ich Meine Schöpfung vollendet, damit die Vortrefflichkeit Meines Werkes den Menschen völlig offenbar werde. Daraus folgt, dass jeder Mensch aus sich selbst heraus fähig ist und weiter fähig sein wird, die Schönheit Gottes, des Verherrlichten, wahrzunehmen.

Bahá'u'lláh

Die Anlässe für Streitigkeiten unter verschiedenartigen Nationen sind immer in einer der folgenden Arten von Vorurteilen zu suchen: rassische, sprachliche, theologische, persönliche sowie Vorurteile von Sitte und Tradition. Es bedarf einer weltweit wirkenden Kraft, um diese Uneinigkeit zu überwinden. Für eine unbedeutende Krankheit genügt ein schwaches Heilmittel, aber eine den ganzen Körper durchdringende Krankheit verlangt nach einer starken Arznei. Eine kleine Lampe kann einen Raum erhellen, eine größere ein Haus, eine noch größere die ganze Stadt, aber man braucht eine Sonne, um Licht in die ganze Welt zu bringen.

'Abdu'l-Bahá

Die Gabe Gottes an dieses erleuchtete Zeitalter ist die Erkenntnis der Einheit der Menschheit und der grundlegenden Einheit der Religion. Der Krieg zwischen den Nationen wird aufhören, und durch den Willen Gottes wird der Größte Frieden kommen; die Welt wird als eine neue Welt gesehen werden, und alle Menschen werden wie Brüder leben. In alten Zeiten entwickelte sich im Kampf mit wilden Tieren der Instinkt für das Kriegerische. Man braucht ihn nicht länger; nein, man erkennt vielmehr, dass Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis der Menschheit den größten Segen bringen. Feindschaft ist jetzt nur noch die Folge von Vorurteilen. In den Verborgenen Worten sagt Bahá’u’lláh: Von allem das Meistgeliebte ist mir die Gerechtigkeit.Gott sei gepriesen, in diesem Land wurde das Banner der Gerechtigkeit gehisst; große Anstrengungen werden gemacht, um allen Menschen einen angemessenen und rechten Platz zu geben. Dies ist der Wunsch aller edlen Naturen; dies ist heute das Gebot für Ost und West; daher werden der Osten den Westen und der Westen den Osten verstehen und schätzen, sie werden einander umarmen wie Liebende, die sich nach langer Trennung gefunden haben.

'Abdu'l-Bahá

Erstens: Er legt großen Nachdruck auf das Suchen nach Wahrheit. Dies ist von höchster Bedeutung, denn die Menschen lassen sich nur zu leicht von Traditionen leiten. Allein aus diesem Grund entstehen oft Feindschaft und Streit. Das Offenbarwerden der Wahrheit jedoch macht das zuvor Dunkle plötzlich erkennbar und wird zur Ursache der Harmonie zwischen Glaubensrichtungen und Bekenntnissen, denn die Wahrheit kann nicht zweigeteilt sein! Das ist nicht möglich. Zweitens: Bahá’u’lláh lehrte die Einheit der Menschheit, das bedeutet, dass alle Menschenkinder unter der Barmherzigkeit Gottes, des Herrn, stehen. Sie sind die Söhne eines Gottes, sie werden von Gott erzogen. Er setzt jedem einzelnen Gottesdiener die Krone des Menschseins aufs Haupt. Deshalb müssen alle Nationen und Völker einander als Brüder betrachten. Sie sind die Zweige, Blätter, Blüten und Früchte eines Baumes. Sie sind Perlen aus einer Muschel. Jedoch brauchen die Menschenkinder Erziehung und Kultur, und sie müssen poliert werden, bis sie strahlen und glänzen. Beide, Männer und Frauen, sollten die gleiche Erziehung erhalten und als gleichwertig betrachtet werden. Rassische, vaterländische, religiöse und Klassenvorurteile waren und sind die Ursache für den Niedergang der Menschheit. Drittens: Nach der Lehre Bahá’u’lláhs ist Religion das wichtigste Fundament für Liebe und Einheit und die Ursache für Harmonie. Wird eine Religion zum Anlass für Hass und Missklang, wäre es besser, es gäbe sie gar nicht. Ohne eine solche Religion zu sein, wäre besser, als mit ihr zu leben. Viertens: Religion und Wissenschaft sind eng miteinander verflochten und können nicht getrennt werden. Sie sind die beiden Flügel, mit denen die Menschheit fliegen muss.

'Abdu'l-Bahá