Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Leidenschaft ist eine Flamme, die schon unzählige Male die Ernte des Lebens vieler Gebildeter zu Asche hat werden lassen, ein allverzehrendes Feuer, das selbst das Meer ihres angesammelten Wissens nicht löschen konnte. Wie oft ist es schon geschehen, dass jemand mit allen menschlichen Eigenschaften gesegnet und mit dem Kleinod wahren Verstehens geschmückt war, aber dennoch seinen Leidenschaften nachging, bis seine außergewöhnlichen Eigenschaften die Grenzen der Mäßigung überschritten und er sich zu Ausschweifungen hinreißen ließ. Seine guten Absichten wandelten sich zum Bösen, seine Anlagen waren nicht länger auf Ziele gerichtet, die ihrer wert waren, und die Macht seiner Begierden lenkte ihn von der Rechtschaffenheit und ihrem Lohn ab und führte ihn auf gefährliche und dunkle Wege. In den Augen Gottes, Seiner Erwählten und aller Einsichtsvollen ist ein guter Charakter das Erhabenste und Lobenswerteste, was es gibt, jedoch immer unter der Voraussetzung, dass im Mittelpunkt seiner Entwicklung Vernunft und Erkenntnis stehen und dass er auf wahrer Mäßigung beruht. Wollten wir die Zusammenhänge dieses Themas hier so vertiefen, wie sie es verdienen, würde diese Schrift zu lang werden, und wir würden unser Hauptthema aus den Augen verlieren.
'Abdu'l-Bahá

'Abdu'l-Bahá, Das Geheihmnis göttlicher Kultur, 108

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