Betrachtet zum Beispiel das Schicksal der sechs jungen Frauen, deren Leben im letzten Sommer in Shiráz im Alter von 18 bis 25 Jahren durch die Schlinge des Henkers ausgelöscht wurde. Sie alle widerstanden den Versuchen, sie zum Widerruf ihres Glaubens zu veranlassen; alle weigerten sich, ihren Geliebten zu verleugnen. Betrachtet auch die Berichte von der erstaunlichen Tapferkeit, die immer wieder von Kindern und Jugendlichen an den Tag gelegt wurde, die den Verhören und Beschimpfungen von Lehrern und Mulláhs ausgesetzt waren und der Schule verwiesen wurden, weil sie an ihrem Glauben festhielten. Darüber hinaus ist besonders bemerkens wert, dass die Jugend trotz der harten Beschränkungen, denen ihre Gemeinde unterworfen ist, so außerordentliche Dienste leistete und ihre Kräfte den Bahá'i-Institutionen im ganzen Land zur Verfügung stellte. Keine Redekunst kann ihre geistige Ergebenheit und ihre Treue würdiger bezeugen als diese reinen Taten der selbstlosen Hingabe. Im Grunde genommen fordert der Glaube an keinem anderen Ort der Erde einen so hohen Preis von den Bahá'i. Nirgends finden sich willigere, strahlendere Träger des Opferkelchs als die tapfere Bahá'i-Jugend im Iran. Ist es da nicht zumutbar, dass Ihr, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Ihr in einer so außergewöhnlichen Zeit lebt, Zeugen der mitreißenden Beispiele des Mutes Eurer iranischen Brüder seid und eine solche Bewegungsfreiheit genießt, dass Ihr »unbeschwert wie der Wind« ins Feld der Bahá'i-Taten aufbrecht?
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá'i-Jugend in aller Welt