„Zur Einzigartigkeit der Stufe Bahá'u'lláhs und zur Größe Seiner Offenbarung versichert Shoghi Effendi, Bahá'u'lláhs Kommen habe die Prophezeiungen in den heiligen Schriften der früheren Religionen über den "Tag Gottes" erfüllt: "Für Israel war Er nicht weniger als die Verkörperung des `ewigen Vaters`, des `Herrn der Heerscharen`, herniedergekommen `mit zehntausend Heiligen`, für die Christenheit Christus, wiedergekommen `in der Herrlichkeit des Vaters`, für den schiitischen Islam die Wiederkehr des Imám Husayn, für den sunnitischen Islam die `Herabkunft des Geistes Gottes` (Jesus Christus), für die Anhänger Zarathustras der verheißene Sháh-Bahrám, für die Hindus die Verkörperung Krischnas, für die Buddhisten der fünfte Buddha.
Bahá'u'lláh
„Von Seiner Sendung heißt es in den heiligen Büchern der Anhänger Zarathustras, daß in ihr die Sonne einen ganzen Monat lang stillstehen werde. Ihn muß Zarathustra gemeint haben, wenn Er, wie es in einer Tradition heißt, vorhersagte, daß eine Periode von dreitausend Jahren des Streites und Kampfes vergehen muß vor der Ankunft des Welterlösers Sháh-Bahrám, der über Ahriman triumphieren und ein Zeitalter des Segens und des Friedens bringen werde.
Shoghi Effendi
„Der Priesterkaste, welche die geistliche Macht über die Anhänger des Glaubens Zoroasters besitzt, hat dieselbe Stimme, die mit der stimme des verheißenen Sháh-Bahrám gleichgesetzt ist, erklärt: "O Hohepriester! Ohren sind euch gegeben worden, damit sie dem Geheimnis Dessen, welcher der Selbstbestehende ist, lauschen, und Augen, damit sie Ihn erschauen. Wovor flieht ihr? Der unvergleichliche Freund ist offenbar. Er spricht Worte, in denen Erlösung ruht. O Hohepriester! Würdet ihr den Duft vom Rosengarten des Verstehens wahrnehmen, so würdet ihr keinen anderen außer Ihm suchen, und ihr würdet den Allweisen und Unvergleichlichen in Seinem neuen Gewande entdecken und eure Augen von der Welt und von allen, die sie suchen, abwenden, und euch erheben, Ihm zu helfen." Bahá'u'lláh hat einem Zoroastrier, der ihn über den verheißenen SháhBahrám befragt hatte, geantwortet: "Was immer in den Büchern verkündet wurde, ist enthüllt und erklärt worden. Überall wurden die Zeichen geoffenbart. Der Allmächtige ruft an diesem Tage und kündet das Erscheinen des Erhabensten Himmels an." "Dies ist nicht der Tag", erklärt Er in einem anderen Tablet, "an dem die Hohepriester noch befehlen und ihre Amtsgewalt ausüben können. In eurem Buche ist dargelegt, daß die Hohepriester an jenem Tage die Menschen irreführen und daran hindern werden, Ihm zu nahen. Wahrlich, nur der ist ein Hoherpriester, der das Licht geschaut hat und auf dem Wege worangeeilt ist, der zu dem Geliebten führt." "Sprecht, o Hohepriester.!" redet Er sie wiederum an: "Die Hand der Allmacht ist aus den Wolken hervor ausgestreckt. Betrachtet sie mit neuen Augen. Die Zeichen Seiner Erhabenheit und Größe sind enthüllt. Blickt auf sie mit reinen Augen ... Sprecht, o Hohepriester! Ihr genießt Verehrung um Meines Namens willen und doch flieht ihr Mich. Ihr seid die Hohepriester des Tempels. Wäret ihr die Hohepriester des Allmächtigen gewesen, so wäret ihr mit Ihm vereint worden und ihr hättet Ihn erkannt ... Sprecht, o Hohepriester! Keines Menschen Taten werden angenommen werden an diesem Tage, es sei denn, er entsage der Menschheit und allem, was Menschen besitzen, und wende sein Antlitz dem Allmächtigen zu."
Shoghi Effendi