Während die göttliche Wirklichkeit geheiligt und grenzenlos ist, sind die Ziele und Bedürfnisse der Geschöpfe beschränkt. Gottes Gnade ist wie der Regen, der vom Himmel fällt: Das Wasser ist nicht durch eine Form begrenzt; sobald es jedoch auf einen Ort herabströmt, nimmt es Begrenzungen an – Ausmaße, Aussehen, Gestalt – entsprechend den Besonderheiten dieses Ortes. In einem quadratischen Becken wird das vorher formlose Wasser zum Quadrat; in einem sechseckigen Becken wird es ein Sechseck, in einem achteckigen Becken ein Achteck, und so fort. Der Regen selbst hat keine geometrische Gestalt, keine Begrenzungen, aber er nimmt je nach den Begrenzungen des Gefäßes diese oder jene Gestalt an. Genauso ist das Heilige Wesen Gottes, des Herrn, schrankenlos und unermesslich, aber Seine Gnadengaben und Lichtstrahlen werden in den Geschöpfen wegen deren Begrenztheit eingeschränkt, weshalb die Gebete gewisser Personen in bestimmten Fällen eine günstige Antwort erhalten.