„Streit und Hader passen zu den wilden Tieren. Durch die Gnade Gottes, mit der Hilfe schicklicher Worte und rühmlicher Taten wurden die blanken Schwerter der Bábí-Gemeinde wieder in die Scheide gesteckt. Fürwahr, durch die Macht guter Worte haben die Rechtschaffenen allezeit mit Erfolg die Befehlsgewalt über die grünen Auen der Menschenherzen übernommen. Sprich: O ihr Geliebtem Laßt nicht ab von der Klugheit. Neigt euer Herz den Ratschlägen, die euch die Erhabenste Feder gibt, und hütet euch, daß eure Hand oder eure Zunge nicht irgend jemanden unter der ganzen Menschheit verletze.
Bahá'u'lláh
„Es ist besser, eine einzige Seele zu führen, als alles auf Erden zu besitzen; denn solange die geführte Seele im Schatten des Baumes der göttlichen Einheit weilt, werden beide, sie und der, der sie geführt hat, zu Empfängern der zärtlichen Barmherzigkeit Gottes. Der Besitz irdischer Güter dagegen endet mit dem Tode. Der Pfad zur Führung ist ein Weg der Liebe und des Mitleids, nicht der Gewalt und des Zwanges. Das war Gottes Weise in der Vergangenheit, und wird es auch künftig sein! Er läßt, wen Er will, in den Schatten Seiner Barmherzigkeit treten. Wahrlich, Er ist der Höchste Beschützer, der Großmütigste.
Der Báb
„Ein Bahá'í lehnt keine Religion ab. Er anerkennt die in allen vorhandene Wahrheit, hält sie hoch und würde sein Leben dafür geben. Er liebt alle Menschen als seine Brüder, gleich welcher Klasse, Art oder Nationalität, welchen Glaubens oder welcher Hautfarbe sie sind, ob gut oder böse, reich oder arm, schön oder hässlich. Er wendet keine Gewalt an. Wird er geschlagen, gibt er den Streich nicht zurück. Er enthält sich der üblen Nachrede und folgt damit dem Beispiel Seines Herrn, Bahá'u'lláh. Als Schutz vor Trunksucht nimmt er weder Wein noch Spirituosen zu sich. Baháu’lláh sagte, für einen gesunden Menschen sei nicht gut, etwas zu sich zu nehmen, das seine Gesundheit und seinen Verstand zerstört.
'Abdu'l-Bahá
„Kampf und Gewaltanwendung werden keine guten Ergebnisse zeitigen, selbst wenn sie einer gerechten Sache dienen. Die Unterdrückten, die das Recht auf ihrer Seite haben, sollten dieses Recht nicht mit Gewalt an sich reißen, sonst bleibt das Übel bestehen. Die Herzen müssen verwandelt werden. Der Reiche muss den Wunsch haben zu geben! Die Lebenskraft im Menschen sollte wie eine Flamme sein, die jeden erwärmt, der mit ihr in Berührung kommt. Die geistig Erweckten sind in den Augen Gottes wie helle Fackeln, die ihren Mitmenschen Licht und Erquickung spenden.
'Abdu'l-Bahá