„Die Anspielung in den Verborgenen Worten auf den Bund vom Berge Párán¹ bedeutet, daß in Gottes Augen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein und dasselbe sind, aber in bezug auf den Menschen ist die Vergangenheit vorüber und vergessen, die Gegenwart flüchtig, und die Zukunft liegt im Reich der Hoffnung. Und es ist ein Hauptgrundsatz im Gesetz Gottes, daß Er in jeder prophetischen Sendung mit allen Gläubigen einen Bund schließt, der bis ans Ende dieser Sendung währt, bis zu dem verheißenen Tag, da die bereits zu Anbeginn der Sendung vorherbestimmte Persönlichkeit offenbar wird. ¹ Verborgene Worte, persisch 71
Abdu'l-Bahá
„Seit Anbeginn der Schöpfung bis auf den heutigen Tag wurde in keiner göttlichen Sendung solch ein fester, klarer Bund geschlossen. Kann angesichts dieser Tatsache der Gischt überhaupt auf der Meeresoberfläche des Bündnisses verbleiben? Nein, bei Gott! Die Bündnisbrecher treten ihr Ansehen mit Füßen, sie reißen ihre eigenen Grundmauern aus und sind stolz darauf, von Schmeichlern gestützt zu werden, die mit großer Mühe den Glauben schwacher Seelen ins Wanken bringen. Aber ihr Tun bewirkt nichts; es ist ein Dunstbild und kein Wasser, Gischt und kein Meer, Nebel und keine Wolke, Wahn und keine Wirklichkeit. Das alles werdet ihr bald erkennen.
Abdu'l-Bahá
„Es gibt heute keine Macht, die Einheit der Bahá'í-Welt zu bewahren, außer dem Bunde Gottes; ohne diesen würde Streit die Bahá'í-Welt umfangen wie ein heftiger Sturm. Offensichtlich ist die Achse der Einheit der Menschenwelt die Macht des Bündnisses und nichts anderes. Wäre das Bündnis nicht entstanden, wäre es nicht von der Höchsten Feder offenbart worden, hätte nicht das Buch des Bundes die Welt erleuchtet gleich den Sonnenstrahlen der Wirklichkeit, so wären die Kräfte der Sache Gottes völlig zerstreut, und gewisse Seelen, Gefangene ihrer eigenen Lüste und Leidenschaften, hätten zur Axt gegriffen, den Heiligen Baum an der Wurzel zu fällen. Ein jeder verfolgte dann seine eigenen Wünsche und spielte sich mit seiner eigenen Meinung auf.
Abdu'l-Bahá