Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Was könnte vor Gott besser sein, als an die Armen zu denken? Denn unser himmlischer Vater liebt die Armen. Als Christus auf die Erde kam, waren es die Armen und Geringen, die an Ihn glaubten und Ihm nachfolgten und damit zeigten, dass die Armen Gott nahe sind. Wenn ein Reicher an die Manifestation Gottes glaubt und ihr nachfolgt, ist das ein Beweis dafür, dass sein Reichtum kein Hindernis ist und ihn nicht davon abhält, den Weg des Heils zu erreichen. Nachdem er geprüft und auf die Probe gestellt wurde, zeigt sich, ob sein Besitz ein Hindernis für sein religiöses Leben ist. Aber die Armen werden von Gott besonders geliebt. Ihr Leben ist voller Schwierigkeiten und ständiger Prüfungen, ihre ganze Hoffnung ruht allein auf Gott. Darum müsst ihr den Armen so gut wie möglich beistehen, bis hin zur Selbstaufopferung. Keine Tat des Menschen ist vor Gott größer, als den Armen zu helfen. Spiritualität hängt nicht vom Besitz oder Nichtbesitz weltlicher Schätze ab. In materieller Not ist es wahrscheinlicher, dass die Gedanken sich auf Geistiges beziehen. Armut ist ein Ansporn hin zu Gott. Jeder von euch muss große Rücksicht auf die Armen nehmen und ihnen beistehen. Organisiert euch im Bemühen, ihnen zu helfen, und verhindert, dass Armut zunimmt. Das beste Mittel, Armut zu verhindern, besteht darin, die Gesetze der Gesellschaft derart zu gestalten und umzusetzen, dass es unmöglich wird, dass einige wenige zu Millionären werden und viele mittellos bleiben. Eine der Lehren Bahá’u’lláhs ist die Regulierung der Existenzgrundlagen in der menschlichen Gesellschaft. Mit einer solchen Regulierung kann es keine Extreme der menschlichen Lebensverhältnisse hinsichtlich Wohlstand und Versorgung mehr geben. Denn die Gesellschaft braucht Geldgeber, Bauern, Kaufleute und Arbeiter, wie auch eine Armee aus Generälen, Offizieren und einfachen Soldaten bestehen muss. Es können nicht alle Generäle sein; nicht alle können Offiziere oder Soldaten sein. Jeder muss auf seinem Platz in der Gesellschaft kompetent und tüchtig sein – jeder in seiner Funktion und gemäß seinen Fähigkeiten, aber mit Chancengleichheit für alle.
'Abdu'l-Bahá

‘Abdu’l-Bahá, Die Verkündigung des Weltfriedens 77:1

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Friede sei mit dem, der den Rechten Weg geht! Hat der Wanderer die Höhen des Staunens erstiegen, so betritt er das Tal der wahren Armut und des völligen Vergehens. Dies ist die Stufe, auf der das ich stirbt und in Gott lebt, arm in sich selbst und reich durch den Ersehnten. Wenn wir auf dieser Stufe von Armut sprechen, so ist damit die Armut von allem gemeint, was in der erschaffenen Welt ist, und Reichtum durch alles, was in der Welt Gottes ist. Denn wenn ein aufrichtig Liebender und ergebener Freund in die Gegenwart des Geliebten tritt, so werden die leuchtende Schönheit des Geliebten und die Herzglut des Liebenden ein Feuer entzünden, durch das alle Hüllen und Schleier, ja alles, was er hat, vom Herzen bis zur Haut, verbrennen, und nichts verbleibt außer dem Freunde.

Bahá'u'lláh

O ihr Reichen auf Erden! Die Armen in eurer Mitte sind Mein Pfand; hütet Mein Pfand und trachtet nicht nur nach eurem Wohlergehen.

Bahá'u'lláh

O Sohn der Leidenschaft! Reinige dich vom Staub des Reichtums und betritt in vollkommenem Frieden die Reiche der Armut; dort wirst du aus dem Quell der Loslösung den Wein ewigen Lebens trinken.

Bahá'u'lláh

Diese Armut und dieser Reichtum, diese Niedrigkeit und Herrlichkeit, diese Herrschaft und Macht, alles, worauf Augen und Herzen der hohlen, törichten Seelen gerichtet sind - alles schwindet zu völligem Nichts dahin in diesem heiligen Hofe. So ist gesagt worden: »O Menschen! Ihr seid nur arm, weil ihr Gottes bedürft. Gott aber ist der Reiche, der Selbstgenügende«.¹ »Reichtum« bedeutet also die Unabhängigkeit von allem außer Gott, »Armut« der Mangel an allem, was Gottes ist.

Bahá'u'lláh