Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Es ist ganz klar, dass es in Zukunft in den Ländern der Welt keine Zentralisierung geben wird, egal ob sie konstitutionell-monarchisch, republikanisch oder demokratisch regiert werden. Die Vereinigten Staaten könnten ein Beispiel für eine künftige Regierung sein – das heißt, jede Provinz wird unabhängig sein, aber es wird einen föderalistischen Bund geben, der die Interessen der verschiedenen unabhängigen Staaten schützt. Das muss nicht zwangsläufig eine republikanische oder demokratische Staatsform sein. Die Abschaffung der Zentralisierung, die den Despotismus begünstigt, ist ein Erfordernis unserer Zeit. Das wird zu internationalem Frieden führen. Ebenso wichtig für die Schaffung des Weltfriedens ist das Frauenwahlrecht. Das heißt, Frieden kann verwirklicht werden, wenn zwischen Männern und Frauen völlige Gleichberechtigung hergestellt sein wird, aus dem einfachen Grund, dass im Allgemeinen Frauen niemals Krieg befürworten werden. Frauen werden nicht bereit sein, jenen, für die sie so zärtlich gesorgt haben, zu erlauben, das Schlachtfeld zu betreten. Wenn sie eine Stimme haben, werden sie sich gegen jeden Kriegsanlass aussprechen. Ein weiterer Faktor, der zu universellem Frieden führen wird, ist die Verbindung von Orient und Okzident.
'Abdu'l-Bahá

‘Abdu’l-Bahá, Die Verkündigung des Weltfriedens 60:11

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Die Verantwortung des Einzelnen für ein Verhalten, das gesellschaftliche Stabilität garantiert, erlangt in diesem Zusammenhang grundlegende Bedeutung. So lebensnotwendig Kritik für den Fortschritt der Gesellschaft auch ist, sie ist ein zweischneidiges Schwert: Nur zu oft ist sie der Vorbote von Hader und Streit. Die ausgewogenen Verfahren der administrativen Ordnung sollen dieses wesentliche Instrument der Kritik davor bewahren, zu einem solchen Meinungsstreit zu degenerieren, dass Opposition mit ihren schrecklichen schismatischen Folgen das Haupt erhebt. Welch unvorhersehbar negative Folgen hatte fehlgeleitete Kritik: die katastrophalen Spaltungen der Religion, die ebenso streitsüchtigen Parteiungen innerhalb politischer Systeme, die ihrerseits den Konflikt mit Konzepten wie dem der »loyalen Opposition« aufwerten und sie jeweils auf eine der verschiedenen Ausformungen politischer Überzeugung beziehen – konservativ, liberal, progressiv, reaktionär und dergleichen.

Bahá'u'lláh

Alle Vorurteile, mögen sie solche der Religion, der Rasse, der Politik oder der Nation sein, müssen fallen, denn diese Vorurteile haben die Krankheit der Welt verursacht. Es ist eine schwere Krankheit, die, wenn ihr nicht Einhalt geboten wird, die ganze menschliche Rasse vernichten kann. Alle verderblichen Kriege mit ihrem furchtbaren Blutvergießen und Elend, wurden durch eines oder das andere dieser Vorurteile hervorgerufen.

'Abdu'l-Bahá

Die Politik befaßt sich mit den materiellen Dingen des Lebens. Religiöse Lehrer sollten sich nicht in den Bereich der Politik begeben. Sie sollten sich mit der geistigen Erziehung des Volkes befassen. Sie sollten den Menschen stets guten Rat erteilen und versuchen, Gott und der Menschheit zu dienen. Sie sollten sich bemühen, geistiges Streben zu wecken und danach trachten, das Verständnis und die Erkenntnis der Menschheit zu erweitern, die Sitten zu verbessern und die Liebe zur Gerechtigkeit zu verstärken.

'Abdu'l-Bahá

Politische Liebe ist gleichfalls stark mit Haß gegen andere Parteien verbunden. Derartige Liebe ist sehr begrenzt und schwankend.

'Abdu'l-Bahá