Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Wir sollten nun, wie ich deutlich fühle, den Versuch machen, unsere Auffassung der von 'Abdu'l-Bahá eingenommenen Stufe und der Bedeutung Seiner Stellung in dieser heiligen Sendung klarzustellen. Es ist in der Tat für uns, die wir zeitlich einer so ungeheuer großen Gestalt so nahe stehen und von der geheimnisvollen Kraft einer so anziehenden Persönlichkeit gefesselt werden, schwer, einen klaren, genauen Begriff von der Rolle und dem Charakter Dessen zu erhalten, der nicht nur in der Sendung Bahá'u'lláhs, sondern auch auf dem gesamten Gebiet der Religionsgeschichte ein einzig dastehendes Amt hat. Obgleich Er sich in Seiner eigenen Sphäre bewegt und eine Stufe einnimmt, die völlig verschieden von denjenigen des Urhebers und des Vorläufers der Bahá'í-Offenbarung ist, bildet Er doch kraft der Stellung, die Ihm durch den Bund Bahá'u'lláhs zuteil ward, mit jenen zusammen das, was wir als die drei Zentralgestalten eines Glaubens bezeichnen können, der in der Geistesgeschichte der Welt einzig ist. Vereint mit ihnen thront Er über den Geschicken dieses jungen Gottesglaubens in einer Höhe, die kein einzelner und keine nach Ihm seinem Wohl verpflichtete Körperschaft jemals während einer Zeitdauer von mindestens einem vollen Jahrtausend zu erreichen hoffen können. Seinen erhabenen Rang dadurch zu verkleinern, dass man Seine Stufe gleich oder doch nahezu gleich der Stellung derer achtet, auf die der Mantel Seiner Autorität gefallen ist, wäre ein Akt mangelnder Ehrfurcht und ebenso schwerwiegend wie der nicht weniger ketzerische Glaube, der Ihn auf die Stufe absoluter Gleichheit entweder mit der Hauptgestalt oder dem Vorläufer unseres Glaubens stellen möchte. So groß auch der Abstand ist, der 'Abdu'l-Bahá von Dem trennt, der die Quelle einer unabhängigen Offenbarung bildet, so ist er doch niemals mit dem noch größeren Abstand zu vergleichen, der zwischen Ihm, dem Mittelpunkt des Bundes, und Seinen zur Weiterführung Seines Werkes berufenen Dienern liegt, wie immer sie auch heißen und welcher Art ihr Rang, ihr Aufgabenbereich oder ihre künftigen Taten seien. Mögen jene, die 'Abdu'l-Bahá gekannt haben und durch die Berührung mit Seiner anziehenden Persönlichkeit dazu gekommen sind, glühende Bewunderung für Ihn zu hegen, im Lichte dieser Darlegung über die Größe Dessen nachdenken, dessen Stufe so hoch über der Seinen ist.
Shoghi Effendi

Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá'u'lláhs 6:69

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Dies ist der Letzte Wille des göttlichen Erblassers: Es ist den Aghsán¹, den Afnán² und Meiner Verwandtschaft zur Pflicht gemacht, daß sie allesamt ihr Antlitz dem Mächtigsten Aste zuwenden. Beachtet, was Wir in Unserem Heiligsten Buch offenbart haben: »Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist, wendet euer Angesicht Ihm zu, den Gott bestimmt hat, Ihm, der dieser Urewigen Wurzel entsproß.«³ Mit diesem heiligen Vers ist kein anderer gemeint als der Mächtigste Ast.¹ So haben Wir euch gnädig Unseren machtvollen Willen offenbart, und wahrlich, Ich bin der Gnadenvolle, der Allmächtige. Wahrlich, Gott hat bestimmt, daß die Stufe des Größeren Astes² unter derjenigen des Größten Astes³ ist. Er ist fürwahr der Gebieter, der Allweise. Wir haben »den Größeren« nach »dem Größten« erwählt, wie es der Allwissende, der Allkennende befiehlt.

Bahá'u'lláh

Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt, und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist, wendet euer Angesicht Ihm zu, den Gott bestimmt hat, der aus dieser urewigen Wurzel entsproß

Bahá'u'lláh

Ein anderer Seiner Charakterzüge, den niemand vergessen konnte, der Ihn je sah, war Sein Umgang mit Kindern, die man zu Ihm brachte. Er hielt viele Seiner Ansprachen, während Er seinen Arm um eines der Kinder gelegt hatte. Ständig ermahnte Er die Eltern: Lssen Sie dieses Kind eine gute Erziehung genießen. Bemühen Sie sich bis zum Äußersten, ihm das Beste zuteil werden zu lassen, das Sie sich leisten können, damit es sich der Vorteile dieses ruhmreichen Zeitalters erfreuen kann. Tun Sie alles Ihnen Mögliche, um die ihm innewohnende Geistigkeit zu fördern.

'Abdu'l-Bahá

O mein Gott, mein Geliebter, Du Sehnsucht meines Herzens! Du weißt und siehst, was über Deinen Diener gekommen ist, der sich demütig an Deinem Tore niederwirft. Du kennst die Frevel, die das Volk der Bosheit gegen ihn verübte - jene, die Deinen Bund brachen und Deinem Testament den Rücken kehrten. Am Tage schossen sie die Pfeile des Hasses auf mich, des Nachts verschworen sie sich insgeheim, mich zu verletzen. Im ersten Morgenlicht verübten sie, was den himmlischen Heerscharen die Tränen in die Augen trieb, des Abends zückten sie das Schwert der Tyrannei gegen mich, und schleuderten im Beisein der Frevler ihre Speere der Verleumdung auf mich. Trotz ihrer Missetaten blieb Dein demütiger Diener geduldig; er trug alle Leiden und Prüfungen von ihrer Hand, obwohl er durch Deine Macht und Stärke ihr Gerede hätte zunichte machen, ihr Feuer löschen und die Flamme ihrer Aufsässigkeit tilgen können.

'Abdu'l-Bahá