Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Wie Sie sehr wohl wissen, ist die Bahá’í-Wahlmethode völlig unvereinbar mit den Wahlmethoden und -praktiken politischer Systeme. Der geliebte Hüter hat uns deutlich erklärt, daß es, wenn wir bei unseren Wahlen die Verfahrensweisen der Politiker nachahmen, zu Mißverständnissen und Meinungsverschiedenheiten kommt, daraus Chaos und Verwirrung entstehen, es von Unheil nur so wimmelt und der Strom göttlicher Bestätigung für die betreffende Bahá’í-Gemeinde abgesperrt wird. Angesichts dieser schwerwiegenden Warnungen muß stets äußerste Achtsamkeit geübt werden, so daß die Reinheit und die geistige Wesensart der Bahá’í-Wahlen erhalten und bewahrt bleibt. Wenn man sieht, wie manche unerfahrene oder unreife Bahá’í öffentlich oder insgeheim Wahlpropaganda betreiben, sollte man keinesfalls versuchen, es ihnen gleichzutun, sondern entschlossen auftreten und beim Beseitigen solcher Strömungen und dem Reinigen der Bahá’í-Gemeinde von solchen üblen Einflüssen mittels richtiger administrativer Kanäle und Verfahren helfen.
Shoghi Effendi

Shoghi Effendi in: Bahá'í Wahlen 23

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Die Verantwortung des Einzelnen für ein Verhalten, das gesellschaftliche Stabilität garantiert, erlangt in diesem Zusammenhang grundlegende Bedeutung. So lebensnotwendig Kritik für den Fortschritt der Gesellschaft auch ist, sie ist ein zweischneidiges Schwert: Nur zu oft ist sie der Vorbote von Hader und Streit. Die ausgewogenen Verfahren der administrativen Ordnung sollen dieses wesentliche Instrument der Kritik davor bewahren, zu einem solchen Meinungsstreit zu degenerieren, dass Opposition mit ihren schrecklichen schismatischen Folgen das Haupt erhebt. Welch unvorhersehbar negative Folgen hatte fehlgeleitete Kritik: die katastrophalen Spaltungen der Religion, die ebenso streitsüchtigen Parteiungen innerhalb politischer Systeme, die ihrerseits den Konflikt mit Konzepten wie dem der »loyalen Opposition« aufwerten und sie jeweils auf eine der verschiedenen Ausformungen politischer Überzeugung beziehen – konservativ, liberal, progressiv, reaktionär und dergleichen.

Bahá'u'lláh

Alle Vorurteile, mögen sie solche der Religion, der Rasse, der Politik oder der Nation sein, müssen fallen, denn diese Vorurteile haben die Krankheit der Welt verursacht. Es ist eine schwere Krankheit, die, wenn ihr nicht Einhalt geboten wird, die ganze menschliche Rasse vernichten kann. Alle verderblichen Kriege mit ihrem furchtbaren Blutvergießen und Elend, wurden durch eines oder das andere dieser Vorurteile hervorgerufen.

'Abdu'l-Bahá

Die Politik befaßt sich mit den materiellen Dingen des Lebens. Religiöse Lehrer sollten sich nicht in den Bereich der Politik begeben. Sie sollten sich mit der geistigen Erziehung des Volkes befassen. Sie sollten den Menschen stets guten Rat erteilen und versuchen, Gott und der Menschheit zu dienen. Sie sollten sich bemühen, geistiges Streben zu wecken und danach trachten, das Verständnis und die Erkenntnis der Menschheit zu erweitern, die Sitten zu verbessern und die Liebe zur Gerechtigkeit zu verstärken.

'Abdu'l-Bahá

Politische Liebe ist gleichfalls stark mit Haß gegen andere Parteien verbunden. Derartige Liebe ist sehr begrenzt und schwankend.

'Abdu'l-Bahá