„Mütter sind die ersten Erzieher der Kinder, die dem Kind Tugenden ins Herz pflanzen. Sie spornen das Kind an, Vollkommenheiten und gutes Benehmen zu erlangen, warnen es vor unschicklichen Eigenschaften, ermutigen es dazu, Entschlossenheit, Festigkeit und Standhaftigkeit in Schwierigkeiten zu zeigen und voranzuschreiten auf dem Weg des Fortschritts. Daher ist es notwendig, der Erziehung der Mädchen gebührende Beachtung zu schenken. Dies ist eine sehr wichtige Aufgabe, und sie sollte unter der Leitung des Geistigen Rates stehen und von ihm geregelt werden.
Abdu'l-Bahá
„Die Welt des Menschen besitzt zwei Schwingen – die männliche und die weibliche. Solange diese beiden Schwingen nicht gleich stark sind, wird der Vogel nicht fliegen. Solange die Frau nicht die gleiche Stufe erreicht wie der Mann, solange ihr nicht das gleiche Betätigungsfeld offensteht, wird die Menschheit nichts Außergewöhnliches erreichen, kann die Menschheit nicht ihren Flug zu den Höhen wahrer Vollkommenheit nehmen. Wenn die beiden Schwingen oder Kräfte gleich stark geworden sind, sich der gleichen Vorrechte erfreuen, dann wird der Flug des Menschen überaus erhaben sein. Daher muß die Frau die gleiche Erziehung erhalten wie der Mann und alle Ungleichheit muß ausgeglichen werden. So werden die Frauen, beseelt von den gleichen Tugenden wie die Männer, alle Stufen des menschlichen Könnens durchmessen und den Männern ebenbürtig; und solange diese Gleichheit nicht erreicht ist, ist wahrer Fortschritt und Erfolg für die Menschheit unmöglich.
Abdu'l-Bahá