„Glaube ist von dreierlei Art: Erstens der Glaube, der durch Tradition und Abstammung vermittelt wird. Beispielsweise ist ein Kind muslimischer Eltern Muslim. Das ist ein schwacher, überlieferter Glaube. Zweitens das, was der Erkenntnis entspringt, ein Glaube der Einsicht. Das ist ein guter Glaube, aber es gibt einen noch besseren: den Tatglauben. Er ist der wahre Glaube. Wir hören von einer Erfindung. Wir glauben, dass sie gut ist, gehen hin und betrachten sie. Wir hören, dass es Reichtum gibt, wir sehen ihn, wir arbeiten hart dafür, werden selbst reich und helfen damit anderen. Wir kennen und sehen das Licht, wir gehen dicht heran, es erwärmt uns und wir geben seine Ausstrahlung an andere weiter. Das ist wahrer Glaube. Auf diese Weise empfangen wir die Kraft, Gottes unvergängliche Kinder zu werden.
Abdu'l-Bahá
„Die Geliebten des Herrn müssen fest wie Berge sein, standhaft wie unüberwindliche Festungsmauern. Unerschütterlich müssen sie auch in bitterer Not bleiben, unbekümmert auch im schlimmsten Unheil: Laßt sie festhalten am Saum des allmächtigen Gottes, verankert im Glauben an die Schönheit des Allerhöchsten; laßt sie auf die unfehlbare Hilfe aus dem Urewigen Königreich bauen und sich stützen auf die schützende Fürsorge des großmütigen Herrn. Laßt sie allezeit sich erfrischen mit den Tautropfen himmlischer Gnade und sich durch den Odem des Heiligen Geistes in jedem Augenblick wiederbeleben. Laßt sie aufstehen zum Dienste an ihrem Herrn und alles in ihrer Macht Stehende tun, Seine Düfte der Heiligkeit allüberall zu verbreiten. Laßt sie ein mächtiges Bollwerk sein, Seinen Glauben zu verteidigen, eine uneinnehmbare Feste für die Heerscharen der Urewigen Schönheit. Laßt sie über den Bau der Sache Gottes von allen Seiten sorgsam wachen; laßt sie strahlende Sterne werden an Seinen leuchtenden Himmeln.
Abdu'l-Bahá
„Wahrlich, wir haben noch vor dem Morgen Deiner Manifestation an Dich und Deine Zeichen geglaubt und in Dir sind wir alle geborgen. Wahrlich, wir haben an Dich und Deine Zeichen geglaubt, nachdem sich Deine Manifestation erfüllte, und an Dich glauben wir alle. Wahrlich, wir haben zur Stunde Deiner Manifestation an Dich und Deine Zeichen geglaubt und bezeugen, daß durch Dein Gebot »Sei!« alle Dinge erschaffen wurden. Jede Manifestation ist nur eine Offenbarung Deiner selbst, mit jeder von ihnen sind wir wahrhaftig erschienen, und wir beugen uns anbetend nieder vor Dir. Immer warst Du, o mein Meistgeliebter, mein Zeuge in vergangenen Zeiten und wirst es auch in Zukunft immer sein. Wahrlich, Du bist der Allgewaltige, der Immergetreue, der Allmächtige.
Der Báb
„Aller Lobpreis sei Gott, der Seinem Diener durch die Macht der Wahrheit dieses Buch herabgesandt, auf daß sein Licht der ganzen Menschheit leuchte … Wahrlich, dies ist die höchste Wahrheit, der Weg, den Gott allen im Himmel und auf Erden wies. So wähle, wer will, den rechten Pfad zu seinem Herrn. Wahrlich, dies ist der wahre Glaube Gottes, und das Zeugnis Gottes und der mit dem Wissen des Buches Begabten genügt. Dies ist fürwahr die ewige Wahrheit, die Gott, der Altehrwürdige der Tage, Seinem allmächtigen Wort offenbarte – Er, der sich aus dem Brennenden Busch erhob. Dies ist das Geheimnis, das vor allen im Himmel und auf Erden verborgen war. In dieser wundersamen Offenbarung wurde es wahrhaftig enthüllt im Mutterbuch durch die Hand Gottes, des Erhabenen …
Der Báb