Bahá'í-ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Das bedeutsamste Anliegen dieser Zeit ist der internationale Frieden und ein internationaler Schiedsgerichtshof, und der Weltfrieden ist ohne allgemeines Wahlrecht nicht erreichbar. Kinder werden von den Frauen erzogen. Die Mutter erduldet die Sorgen und Schwierigkeiten, die mit dem Aufziehen des Kindes verbunden sind, sie erträgt die Qualen seiner Geburt und die Mühsal bei seiner Erziehung. Daher ist es äußerst schwer für Mütter, diejenigen, die sie mit solcher Liebe und Fürsorge hegten, auf das Schlachtfeld zu schicken. Stellen Sie sich einen Sohn vor, der zwanzig Jahre lang von einer hingebungsvollen Mutter aufgezogen und herangebildet wurde. Wie viele schlaflose Nächte und rastlose, sorgenvolle Tage hat sie durchlebt! Nachdem sie ihn durch Gefahren und Schwierigkeiten bis zum Reifealter gebracht hat – welch eine Qual, ihn dann auf dem Schlachtfeld zu opfern! Daher werden die Mütter den Krieg weder billigen, noch sich mit ihm abfinden. Die Zeit wird kommen, in der die Frauen sich völlig gleichberechtigt an den Angelegenheiten der Welt beteiligen, selbstsicher und kompetent die große Bühne von Recht und Politik betreten, und dann wird der Krieg enden, denn die Frau wird sich ihm in den Weg stellen und ihn verhindern. Das ist wahr und daran gibt es keinen Zweifel.
'Abdu'l-Bahá

‘Abdu’l-Bahá, Die Verkündigung des Weltfriedens 51:6

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Die Verantwortung des Einzelnen für ein Verhalten, das gesellschaftliche Stabilität garantiert, erlangt in diesem Zusammenhang grundlegende Bedeutung. So lebensnotwendig Kritik für den Fortschritt der Gesellschaft auch ist, sie ist ein zweischneidiges Schwert: Nur zu oft ist sie der Vorbote von Hader und Streit. Die ausgewogenen Verfahren der administrativen Ordnung sollen dieses wesentliche Instrument der Kritik davor bewahren, zu einem solchen Meinungsstreit zu degenerieren, dass Opposition mit ihren schrecklichen schismatischen Folgen das Haupt erhebt. Welch unvorhersehbar negative Folgen hatte fehlgeleitete Kritik: die katastrophalen Spaltungen der Religion, die ebenso streitsüchtigen Parteiungen innerhalb politischer Systeme, die ihrerseits den Konflikt mit Konzepten wie dem der »loyalen Opposition« aufwerten und sie jeweils auf eine der verschiedenen Ausformungen politischer Überzeugung beziehen – konservativ, liberal, progressiv, reaktionär und dergleichen.

Bahá'u'lláh

Alle Vorurteile, mögen sie solche der Religion, der Rasse, der Politik oder der Nation sein, müssen fallen, denn diese Vorurteile haben die Krankheit der Welt verursacht. Es ist eine schwere Krankheit, die, wenn ihr nicht Einhalt geboten wird, die ganze menschliche Rasse vernichten kann. Alle verderblichen Kriege mit ihrem furchtbaren Blutvergießen und Elend, wurden durch eines oder das andere dieser Vorurteile hervorgerufen.

'Abdu'l-Bahá

Die Politik befaßt sich mit den materiellen Dingen des Lebens. Religiöse Lehrer sollten sich nicht in den Bereich der Politik begeben. Sie sollten sich mit der geistigen Erziehung des Volkes befassen. Sie sollten den Menschen stets guten Rat erteilen und versuchen, Gott und der Menschheit zu dienen. Sie sollten sich bemühen, geistiges Streben zu wecken und danach trachten, das Verständnis und die Erkenntnis der Menschheit zu erweitern, die Sitten zu verbessern und die Liebe zur Gerechtigkeit zu verstärken.

'Abdu'l-Bahá

Politische Liebe ist gleichfalls stark mit Haß gegen andere Parteien verbunden. Derartige Liebe ist sehr begrenzt und schwankend.

'Abdu'l-Bahá