Bahá'í ZitateAusgewählte Zitate aus den Bahá'í-Schriften
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Manche glauben, ein angeborener Sinn für menschliche Würde bewahre den Menschen davor, Böses zu tun, und biete Gewähr für seine geistige wie materielle Vervollkommnung. Dies soll besagen, dass ein Mensch, den natürliche Intelligenz, hohe Entschlusskraft und edler Eifer auszeichnen, nicht wegen zu erwartender schwerer Bestrafung für ein Verbrechen oder reicher Belohnung für rechtschaffenes Verhalten, sondern instinktiv davor zurückschrecken wird, seinen Mitmenschen Leid zuzufügen, und danach hungern und dürsten wird, Gutes zu tun. Aber wenn wir über die Beispiele der Geschichte nachdenken, wird uns klar, dass dieser eigentliche Sinn für Ehrbarkeit und Würde nichts anderes als eine der Wohltaten ist, die von den Geboten der Propheten Gottes herrühren. Auch nehmen wir bei kleinen Kindern Anzeichen von Angriffslust und Ungehorsam wahr; wenn ein Kind keine Anweisungen durch einen Lehrer empfängt, vermehren sich seine unerwünschten Eigenschaften von einer Stunde zur andern. Es ist also klar, dass dieser natürliche Sinn für Menschenwürde und Anstand die Folge von Erziehung ist.
Abdu'l-Bahá

ʿAbdu’l-Bahá, Geheimnis göttlicher Kultur 171

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Zweitens: Baháulláh lehrte die Einheit der Menschheit, das bedeutet, dass alle Menschenkinder unter der Barmherzigkeit Gottes, des Herrn, stehen. Sie sind die Söhne eines Gottes, sie werden von Gott erzogen. Er setzt jedem einzelnen Gottesdiener die Krone des Menschseins aufs Haupt. Deshalb müssen alle Nationen und Völker einander als Brüder betrachten. Sie sind die Zweige, Blätter, Blüten und Früchte eines Baumes. Sie sind Perlen aus einer Muschel. Jedoch brauchen die Menschenkinder Erziehung und Kultur, und sie müssen poliert werden, bis sie strahlen und glänzen. Beide, Männer und Frauen, sollten die gleiche Erziehung erhalten und als gleichwertig betrachtet werden. Rassische, vaterländische, religiöse und Klassenvorurteile waren und sind die Ursache für den Niedergang der Menschheit.

Abdu'l-Bahá

Die Erziehung der Mädchen ist heute wichtiger als die der Jungen, denn sie sind die Mütter der kommenden Generation. Alle haben die Pflicht, sich um die Kinder zu kümmern. Wer keine Kinder hat, sollte möglichst die Verantwortung für die Erziehung eines Kindes übernehmen.

Abdu'l-Bahá

Das Böse ist die Unvollkommenheit. Sünde ist der Zustand des Menschen in der Welt der niederen Natur, denn in der Natur gibt es Makel wie Ungerechtigkeit, Gewaltherrschaft, Hass, Feindseligkeit und Streit - solches sind die Merkmale der niederen Natur. Dieses sind die Sünden der Welt, die Früchte des Baumes, von dem Adam kostete. Durch Erziehung müssen wir uns von diesen Unvollkommenheiten befreien. Die Propheten Gottes wurden hernieder gesandt und die Heiligen Bücher geschrieben, damit der Mensch befreit werde. So wie der Mensch aus dem Schoße seiner irdischen Mutter in diese Welt der Unvollkommenheit geboren wurde, wird er durch göttliche Erziehung in die geistige Welt hineingeboren. Wird ein Mensch in die Welt der äußeren Erscheinungen geboren, entdeckt er das Universum, wird er aber aus dieser Welt in die geistige Welt geboren, entdeckt er das Himmelreich.

Abdu'l-Bahá

Ich bete für euch, daß ihr durch das Leben des göttlichen Geistes belehrt werden möget, damit ihr zur Ursache für die Erziehung anderer werdet. Das Leben und die Gesittung eines geistigen Menschen bedeuten an sich schon eine Erziehung für die, die ihn kennen.

Abdu'l-Bahá