Ruhi-Buch 1



Die Besserung der Welt kann durch reine und gute Taten, durch lobenswertes und geziemendes Verhalten erreicht werden.

Bahá'u'lláh in Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit 42

Sei achtsam, o Volk Bahás, dass du nicht auf den Wegen jener wandelst, deren Worte sich von ihren Taten unterscheiden.

Bahá'u'lláh in Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit 43

O Sohn des Seins! Lege dir selbst jeden Tag Rechenschaft ab, ehe du zur Rechenschaft gezogen wirst...

Bahá'u'lláh, Die Verborgenen Worte arab. 31

Sprich: O Brüder! Lasst Taten, nicht Worte eure Zier sein.

Bahá'u'lláh, die Verborgenen Worte pers. 5

Heilige Worte und reine, treffliche Taten steigen empor in das Reich himmlischen Ruhms.

Bahá'u'lláh, die Verborgenen Worte pers. 69

Wahrhaftigkeit ist der Grundstein aller menschlichen Tugenden

Abdu’l-Bahá in Göttliche Lebenskunst 97

Ohne Wahrhaftigkeit ist in allen Gotteswelten weder Fortschritt noch Erfolg für die Seele möglich.

Abdu’l-Bahá in Göttliche Lebenskunst 97

Veredelt eure Zunge durch Wahrhaftigkeit, o Menschen, und ziert eure Seele mit dem Schmuck der Ehrlichkeit.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 136:7

Lasst eure Augen keusch sein, eure Hände ehrlich, eure Zunge aufrichtig und euer Herz erleuchtet.

Bahá'u'lláh in Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit 42

Wer im Heiligtum Gottes wohnt und den Ehrsitz ewiger Herrlichkeit einnimmt, wird sich weigern, selbst wenn er Hungers stürbe, die Hand widerrechtlich nach dem Eigentum seines Nächsten auszustrecken, wie niedrig und unwürdig dieser auch sei.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 137:3

Eine freundliche Zunge ist ein Magnet für die Menschenherzen. Sie ist das Brot des Geistes, sie kleidet die Worte in Bedeutung, sie ist der Lichtquell der Weisheit und des Verstehens.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 132:5

O ihr Geliebten des Herrn! In dieser heiligen Sendung ist keinerlei Streit und Zank gestattet. Jeder Angreifer beraubt sich selbst der Gnade Gottes.

Abdu’l-Bahá in Dokumente des Bündnisses 41

Nichts, was es auch sei, kann an diesem Tag der Sache Gottes größeren Schaden zufügen als Zwietracht und Hader, Wortstreit, Entfremdung und Gleichgültigkeit unter den Geliebten Gottes.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 5:5

Begnügt euch nicht damit, durch Worte Freundschaft zu erzeigen, lasst eure Herzen in liebevoller Freundlichkeit für alle erglühen, die eure Wege kreuzen.

Abdu’l-Bahá, Ansprachen in Paris 7

Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens. Ein Hassgedanke muss durch einen mächtigeren Gedanken der Liebe vernichtet werden.

Abdu’l-Bahá, Ansprachen in Paris 18

Üble Nachrede verlöscht das Licht des Herzens und erstickt das Leben der Seele.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 125:3

Sprich nicht über die Sünden anderer, solange du selbst ein Sünder bist.

Bahá'u'lláh, die Verborgenen Worte arab. 27

Sprich nichts Schlechtes, auf dass du nichts Schlechtes hörest, und vergrößere die Fehler anderer nicht, damit deine eigenen Fehler nicht groß erscheinen.

Bahá'u'lláh, die Verborgenen Worte pers. 44

O Sohn des Seins! Wie konntest du deine eigenen Fehler vergessen und dich mit den Fehlern der anderen befassen? Wer solches tut, ist von Mir verworfen.

Bahá'u'lláh, die Verborgenen Worte arab. 26

Ich flehe Dich an: ... Mache mein Gebet zu einem Feuer, das die Schleier verbrenne, die mich hindern, Deine Schönheit zu schauen, und zu einem Licht, dass mich zum Meere Deiner Gegenwart geleite.

Bahá'u'lláh in Bahá'í-Gebete 3:1

Es gibt nichts Lieblicheres in der Welt des Seins als das Gebet! Die Menschen müssen in einem Gebetszustand leben. Der gesegnetste Zustand ist der des Betens und Flehens. Gebet ist Zwiesprache mit Gott. Die größte Fähigkeit oder der lieblichste Zustand ist kein anderer als die Zwiesprache mit Gott. Sie schafft Geistigkeit, Bewusstheit und himmlische Gefühle, sie erzeugt neue Anziehungen vom Königreich und erweckt die Empfänglichkeit der geistigen Natur.

Abdu’l-Bahá, Star of the West, Band 8(4)

Singe die Verse Gottes, o Mein Diener, die du empfangen hast, wie jene sie singen, die Ihm nahe sind, damit die süße deiner Weise deine eigene Seele entflamme und die Herzen aller Menschen anziehe. Wer zurückgezogen in seiner Kammer die von Gott offenbarten Verse spricht, wird erfahren, wie die Engel des Allmächtigen den Duft der Worte, die sein Mund ausspricht, überallhin verbreiten und das Herz jedes rechtschaffenen Menschen höher schlagen lassen. Mag er sich auch zunächst dieser Wirkung nicht bewußt werden, muss doch die Kraft der ihm gewährten Gnade früher oder später ihren Einfluss auf seine Seele üben. so sind die Geheimnisse der Offenbarung Gottes durch den Willen Dessen, der Urquell aller Macht und Weisheit ist, verfügt worden.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 136:2

Im höchsten Gebet beten die Menschen nur um der Liebe Gottes willen, nicht weil sie Ihn oder die Hölle fürchten oder weil sie auf Seine himmlischen Gaben hoffen... Wer sich in einen Menschen verliebt, dem ist es unmöglich, den Namen des Geliebten nicht zu nennen. Wieviel schwieriger ist es für einen Menschen, sich der Erwähnung des Namens Gottes zu enthalten, wenn er dazu gelangt ist, Gott zu lieben! ... Der geistige Mensch findet an nichts Freude außer am Gedenken Gottes.

Abdu’l-Bahá in Über die Macht des Gebets 20

Wenn ein Freund den anderen liebt, ist es da nicht natürlich, dass er es ihm sagen will? Obschon er weiß, dass der Freund seine Liebe empfindet, hat er nicht dennoch den Wunsch, es ihm zu sagen? ... Gott kennt die Wünsche aller Herzen, aber Drang zum Beten ist nur natürlich; er entspringt aus des Menschen Liebe zu Gott ... Das Gebet bedarf nicht der Worte, aber des Gedankens und der Tat. Wenn die Liebe und das Verlangen fehlen, ist es nutzlos, sie erzwingen zu wollen. Worte ohne Liebe bedeuten nichts. Wäre es dir angenehm, dich mit jemandem zu unterhalten, der ohne Liebe und Freude über sein Zusammensein mit dir, nur aus einem ihm unangenehmen Pflichtgefühl heraus, mit dir spricht?

Abdu’l-Bahá in Über die Macht des Gebets 20

O Gott, mein Gott! Schaue nicht auf e Hoffnungen und meine Taten, sondern auf Deinen Willen, der Himmel und Erde umfasst. Bei Deinem Größten Namen. O Du Herr aller Völker! Allezeit wünsche ich nur, was Du wünschest, und liebe nur, was Du liebst.

Bahá'u'lláh in Bahá'í-Gebete 3:2

Mache meine Gebet zu einem Born lebenspendenden Wassers, o mein Herr, womit ich lebe, solange Deine Herrschaft währt, und in jeder Deiner Welten von Dir künde.

Bahá'u'lláh in Bahá'í-Gebete 3:4

Zu hoch bist du für den Lobpreis derer, die Dir nahe sind, als dass er zum Himmel Deiner Nähe aufstiege, oder für die Vögel der Herzen jener, die Dir treu sind, als dass sie den Zugang zu Deinem Tore erreichten. Ich bezeuge, dass Du geheiligt bist über alle Eigenschaften, heilig über alle Namen. Es ist kein Gott außer Dir, dem Höchsterhabenen, dem Allherrlichen.

Bahá'u'lláh in Bahá'í-Gebete 3:9

O Sohn des Lichtes! Vergiss alles außer Mir und werde vertraut mit Meinem Geiste. Dies gehört zum Wesen Meiner Gebote, darum halte dich daran.

Bahá'u'lláh, die Verborgenen Worte arab. 16

Verlasse dich auf Gott. Gib deinen eigenen Willen auf und halte an dem Seinen fest, lass deine Wünsche beiseite und numm die Seinen an...

Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 38:2

Der Geist hat Einfluss; das Gebet hat eine geistige Wirkung. Deshalb beten wir: O Gott! Heile diesen Kranken! Vielleicht wird Gott antworten. Ist es wichtig, wer betet? Gott wird das Gebet eines jeden Dieners beantworten, wenn dieses Gebet nachdrücklich ist. Seine Gnade ist umfassend und grenzenlos. Er antwortet auf die Gebete aller Seiner Diener. Er antwortet auf das Gebet dieser Pflanze. Die Pflanze betet möglicherweise: "O Gott, sende mir Regen!" Gott beantwortet das Gebet und die Pflanze wächst. Gott erhört jeden.

Abdu’l-Bahá in Göttliche Lebenskunst 19:1

Sprecht die Verse Gottes jeden Morgen und jeden Abend. Wer sie nicht spricht, der bricht das Ehrenwort, das er dem Bunde Gottes und Seinem Testament gegeben hat, und wer sich heute davon abkehrt, hat sich fürwahr seit ewigen Zeiten von Gott abgekehrt. Fürchte Gott, o Schar Meiner Diener.

Bahá'u'lláh in Den Glauben vertiefen 7

Tägliche Pflichtgebete gibt es drei an der Zahl. Das kürzeste besteht aus einem einzigen Vers, der einmal in 24 Stunden .. mittags zu sprechen ist. Das mittellange, das mit den Worten beginnt "Gott bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Ihm." ist dreimal täglich - morgens, mittags und abends -, das lange Gebet, das vollendetste von den dreien, ist einmal innerhalb 24 Stunden zu sprechen, und zwar zu einer beliebigen Zeit, in der man das Bedürfnis dazu fühlt.

Shoghi Effendi in Der Bahá'í und die Bahá'í-Gemeinde 69

Es steht dem Gläubigen völlig frei, eines dieser drei Gebete auszuwählen, doch ist er verpflichtet, es zu sprechen, und zwar in Übereinstimmung mit allen besonderen Anweisungen, die ihnen beigefügt sind.

Shoghi Effendi in Der Bahá'í und die Bahá'í-Gemeinde 69

Die täglichen wie auch einige andere besondere Gebete, z.B. das Heiliungsgebet oder das Tablet an Ahmad, wurden von Bahá'u'lláh mit außergewöhnlicher Kraft und Bedeutung ausgestattet. Sie sollten bei den Gläubigen dementsprechend Geltung haben und mit bedingungslosem Glauben und Vertrauen gebetet werden, damit sie dadurch in nähere Gemeinschaft mit Gott treten und sich selbst mehr mit Seinen Gesetzen und Geboten in Einklang befinden.

Shoghi Effendi in Der Bahá'í und die Bahá'í-Gemeinde 69

Nun zu deiner Frage über die Seele des Menschen und ihr Fortleben nach dem Tode. Wisse wahrlich, dass die Seele nach ihrer Trennung vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten und Jahrhunderte noch der Wechsel und Wandel dieser Welt ändern können. Sie wird so lange bestehen, wie das Reich Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden. Sie wird die Zeichen Gottes und Seine Eigenschaften offenbaren, Seine Gnade und Huld enthüllen.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 81:1

Wisse, dass jedes hörende Ohr, wenn es sich rein und unbefleckt erhält, zu allen Zeiten und aus jeder Richtung die Stimme hören muss, die diese heiligen Worte spricht: »Wahrlich, wir sind Gottes, und zu Ihm werden wir zurückkehren.« Die Geheimnisse des körperlichen Todes des Menschen und seiner Rückkehr sind nicht enthüllt und bleiben weiterhin ungedeutet. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Würden sie offenbart, so würden sie solche Furcht und Trauer hervorrufen, dass manch einer zugrunde ginge, während andere so von Freude erfüllt wären, dass sie den Tod wünschten und mit unstillbarer Sehnsucht den einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – anflehten, ihr Ende zu beschleunigen. Der Tod bietet jedem vertrauenden Gläubigen den Kelch dar, der in Wahrheit Leben ist. Er schenkt Freude und ist ein Bote des Frohsinns. Er verleiht die Gabe ewigen Lebens. Was die Menschen betrifft, die von der Frucht des irdischen Daseins gekostet haben, welche die Anerkennung des einen, wahren Gottes ist – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – so wird ihr Leben nach dem Tode dergestalt sein, dass Wir es unmöglich beschreiben können. Das Wissen darüber ist allein bei Gott, dem Herrn aller Welten.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 164:1-3

Die Absicht Gottes bei der Erschaffung des Menschen war und wird immer sein, ihn zu befähigen, seinen Schöpfer zu erkennen und in Seine Gegenwart zu gelangen. Diesen höchsten Zweck, dieses erhabenste Ziel bezeugen alle himmlischen Bücher und die göttlich offenbarten, inhaltsschweren Schriften unzweideutig. Wer immer den Tagesanbruch göttlicher Führung anerkennt und Seinen heiligen Hof betritt, ist Gott nahegekommen und hat Seine Gegenwart erreicht, eine Gegenwart, die das wahre Paradies ist und für das die erhabensten Wohnstätten des Himmels nur ein Sinnbild sind. Ein solcher Mensch hat das Wissen um die Stufe Dessen erreicht, der sich »in der Entfernung zweier Bogenlängen« befindet und jenseits des Sadratu’l-Muntahá steht. Wer versäumt, Ihn zu erkennen, verdammt sich selbst zum Elend des Fernseins, das nichts ist als völliges Nichtsein, der Inbegriff des niedersten Feuers. Dies wird sein Schicksal sein, möge er auch dem äußeren Anschein nach die höchsten Stellen der Erde innehaben und ihren erhabensten Thron einnehmen.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 29:1

Zu Beginn seines Erdenlebens war der Mensch ein Embryo im Mutterschoße. Dort erhielt er die Fähigkeiten und Gaben, die er für sein irdisches Leben braucht. Die auf dieser Welt erforderlichen Triebe und Kräfte wurden ihm in jenem begrenzten Zustand verliehen. Er braucht Augen in dieser Welt, er erhielt sie vorgebildet in jener anderen. Er braucht Ohren, dort erhielt er sie, fertig und bereit für sein neues Dasein. Die Kräfte, die er in diesem Dasein braucht, wurden ihm im Mutterschoße zuteil … Auf dieser Welt muss er sich daher für das jenseitige Leben vorbereiten. Hier muss er das erwerben, was er in der Welt des Königreiches braucht. Wie er sich im Mutterschoße auf das Leben in dieser Daseinssphäre vorbereitete, indem er die erforderlichen Kräfte erwarb, so müssen auch die zum göttlichen Dasein unerlässlichen Kräfte ihrer Anlage nach in dieser Welt erworben werden.

Abdu’l-Bahá in Göttliche Lebenskunst 20

Die ganze Pflicht des Menschen liegt an diesem Tage darin, seinen Teil von der Gnadenfülle zu erlangen, die Gott für ihn strömen lässt. Deshalb soll niemand der Größe oder Kleinheit des Gefäßes achten. Der Anteil der einen mag in einer Handvoll liegen, der Anteil anderer mag einen Becher füllen, der wieder anderer gar das Maß eines Scheffels.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 5:4

Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Wisse wahrlich, dass die Seele ein Zeichen Gottes ist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen, und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann. Sie ist von allen erschaffenen Dingen das erste, das die Vollkommenheit des Schöpfers verkündet, Seine Herrlichkeit anerkennt, sich an Seine Wahrheit hält und sich in Anbetung vor Ihm niederbeugt. Wenn sie Gott treu ist, wird sie Sein Licht widerstrahlen und schließlich zu Ihm zurückkehren. Wenn sie jedoch die Treuepflicht gegenüber ihrem Schöpfer vergisst, wird sie ein Opfer des Selbstes und der Leidenschaften werden und am Ende in deren Abgründen versinken.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 82:1

Ihr gleicht dem Vogel, der sich mit der Kraft seiner mächtigen Schwingen, mit rückhaltlosem, freudigem Vertrauen in die Unendlichkeit der Himmel aufschwingt, bis er unter dem Drang, seinen Hunger zu stillen, gierig zum Wasser und Staub der Erde unter ihm zurückkehrt und, in den Schlingen seines Verlangens verstrickt, sich außerstande sieht, seinen Flug zu den Reichen, aus denen er kam, wieder aufzunehmen. Machtlos, die Bürde abzuschütteln, die auf seinen beschmutzten Schwingen lastet, ist dieser Vogel, der bisher ein Himmelsbewohner war, nun gezwungen, eine Wohnstatt im Staube zu suchen. Darum, o Meine Diener, verunreinigt euere Schwingen nicht mit dem Lehm der Widerspenstigkeit und der eitlen Begier. Lasst nicht zu, dass der Staub des Neides und Hasses sie beflecke, damit ihr nicht gehindert werdet, euch in die Himmel Meiner göttlichen Erkenntnis aufzuschwingen.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 153:6

Nachdem Er die Welt und alles, was darin lebt und webt, erschaffen hatte, wünschte Er durch das unmittelbare Wirken Seines unumschränkten, höchsten Willens, dem Menschen die einzigartige Auszeichnung und Fähigkeit zu verleihen, Ihn zu erkennen und zu lieben – eine Fähigkeit, die notwendigerweise als der gesamten Schöpfung zugrunde liegender schöpferischer Antrieb und Hauptzweck anzusehen ist. … Auf die innerste Wirklichkeit jedes erschaffenen Dinges hat Er das Licht eines Seiner Namen ergossen; jedes hat Er zum Empfänger der Herrlichkeit einer Seiner Eigenschaften gemacht. Die Wirklichkeit des Menschen jedoch hat Er zum Brennpunkt für das Strahlen aller Seiner Namen und Eigenschaften und zum Spiegel Seines eigenen Selbstes erkoren. Aus allem Erschaffenen ist allein der Mensch zu einer so großen Gunst, einer so dauerhaften Gabe auserwählt worden.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 27:2

Diese Kräfte, mit denen die Sonne göttlicher Großmut, die Quelle himmlischer Führung, die Wirklichkeit des Menschen begabt hat, liegen jedoch verborgen in ihm, gleichwie die Flamme in der Kerze verborgen ist und die Lichtstrahlen als Möglichkeit in der Lampe vorhanden sind. Der Glanz dieser Kräfte kann durch weltliche Wünsche verdunkelt werden, wie das Licht der Sonne unter dem Staub und Schmutz, die den Spiegel bedecken, verborgen bleiben kann. Weder die Kerze noch die Lampe können durch eigenes Bemühen und ohne Hilfe entzündet werden, noch ist es dem Spiegel jemals möglich, sich selbst von seinem Schmutze zu befreien. Es ist klar und offenkundig, dass die Lampe niemals brennen wird, ehe ein Feuer in ihr entzündet ist, und der Spiegel niemals das Bild der Sonne wiedergeben noch ihr Licht und ihren Glanz widerspiegeln kann, ehe nicht der Schmutz von seiner Oberfläche getilgt ist.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 27:3

Das Tor zur Erkenntnis des Altehrwürdigen Seins ist immer vor den Menschen verschlossen gewesen und wird es für immer bleiben. Kein menschliches Begreifen wird jemals zu Seinem heiligen Hofe Zutritt gewinnen. Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung, die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart und hat verfügt, dass die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen Selbstes gleichbedeutend sei. Wer sie erkennt, hat Gott erkannt. Wer auf ihren Ruf hört, hat auf die Stimme Gottes gehört, und wer die Wahrheit ihrer Offenbarung bezeugt, hat die Wahrheit Gottes selbst bezeugt. Wer sich von ihnen abwendet, hat sich von Gott abgewandt, und wer nicht an sie glaubt, hat nicht an Gott geglaubt. Jeder von ihnen ist der Pfad Gottes, der diese Welt mit den Reichen der Höhe verbindet, und das Banner Seiner Wahrheit für alle in den Reichen der Erde und des Himmels. Sie sind die Manifestationen Gottes unter den Menschen, die Beweise Seiner Wahrheit und die Zeichen Seiner Herrlichkeit.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 21:1

Der Mensch ist der höchste Talisman. Der Mangel an geeigneter Erziehung hat ihn jedoch dessen beraubt, was er seinem Wesen nach besitzt. Durch ein Wort, das aus dem Munde Gottes hervorging, wurde er ins Dasein gerufen. Durch ein weiteres Wort ward er dazu geführt, den Quell seiner Erziehung zu erkennen. Durch wieder ein anderes Wort wurden seine Stufe und seine Bestimmung sichergestellt. Das Höchste Wesen spricht: Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag. Jeder Mensch, der nachsinnt über das, was die aus dem Himmel des heiligen Willens Gottes herabgesandten Schriften offenbart haben, wird leicht erkennen, wie es ihr Ziel ist, dass alle Menschen als eine Seele betrachtet werden sollen, damit das Siegel mit den Worten »Das Reich wird Gottes sein« jedem Herzen aufgeprägt werde und das Licht göttlicher Großmut, Gnade und Barmherzigkeit die ganze Menschheit umhülle.

Bahá'u'lláh. Ährenlese 122:1

Gesegnet die Seele, die zur Stunde ihrer Trennung vom Leibe über die eitlen Vorstellungen der Völker dieser Welt geheiligt ist. Eine solche Seele lebt und wirkt im Einklang mit dem Willen ihres Schöpfers und geht in das allhöchste Paradies ein. Die Himmelsdienerinnen, Bewohnerinnen der erhabensten Stätten, werden sie umschreiten, und die Propheten Gottes und Seine Auserwählten werden ihre Gesellschaft suchen. Mit ihnen wird die Seele frei verkehren und ihnen berichten, was sie auf ihrem Wege zu Gott, dem Herrn aller Welten, erdulden musste. Aber den Seelen der Ungläubigen wird beim letzten Atemzug, dies bezeuge Ich, alles Gute zum Bewusstsein kommen, das ihnen entgangen ist, sie werden ihren Zustand beklagen und sich vor Gott demütigen. Damit werden sie nach der Trennung ihrer Seele vom Leib fortfahren. Er sollte dem Sünder verzeihen und niemals dessen niedrigen Zustand verachten, denn niemand weiß, wie sein eigenes Ende sein wird. Wie oft hat ein Sünder in der Todesstunde zum Wesenskern des Glaubens gefunden und, den unsterblichen Trank in Fülle trinkend, seinen Flug zu den himmlischen Heerscharen genommen! Und wie oft hat sich ein ergebener Gläubiger zur Stunde des Aufstiegs seiner Seele so gewandelt, dass er in das niedrigste Feuer fiel!

Bahá'u'lláh, Ährenlese 81:1, 86:3, 125:3

Die Geheimnisse, die der Mensch in dieser irdischen Welt nicht beachtet, wird er in der himmlischen Welt entdecken, und dort wird ihm das Geheimnis der Wahrheit kund. Wieviel mehr noch wird er Personen, denen er verbunden war, wieder erkennen oder entdecken! Ohne Zweifel werden die heiligen Seelen, die zu reinem Schauen gelangen und mit Einblick begnadet sind, im Königreich des Lichts mit allen Geheimnissen vertraut, und sie werden nach der Gabe trachten, die Wirklichkeit jeder großen Seele zu bezeugen. Ja, sie werden die Schönheit Gottes in jener Welt deutlich schauen. Ebenso werden sie alle Freunde Gottes aus alter und neuer Zeit in der himmlischen Versammlung finden. Wenn sie aus dieser sterblichen Welt gegangen sind, werden natürlich Verschiedenheit und Rang aller Menschen wahrgenommen. Dies bezieht sich jedoch nicht auf den Raum, sondern auf die Seele und ihr Bewusstsein. Das Königreich Gottes ist über Raum und Zeit geheiligt. Es ist eine andere Welt und ein anderes Weltall. Aber den heiligen Seelen ist die Gabe der Fürbitte verheißen. Wisse mit Bestimmtheit, dass in den göttlichen Welten die geistig Geliebten, die Gläubigen, einander erkennen und Vereinigung miteinander suchen eine geistige Vereinigung. Ebenso wird eine Liebe, die einer für einen anderen hegte, in der Welt des Königreichs nicht vergessen. Desgleichen wirst du dort das Leben, das du in dieser irdischen Welt führtest, nicht vergessen.

Abdu’l-Bahá in Göttliche Lebenskunst 172

Du fragst Mich ferner über den Zustand der Seele nach ihrer Trennung vom Leib. Wisse wahrlich, dass die Seele des Menschen, wenn sie auf den Wegen Gottes gewandelt ist, gewiss zurückkehrt und zur Herrlichkeit des Geliebten versammelt wird. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Sie wird eine Stufe erreichen, die keine Feder beschreiben, keine Zunge schildern kann. Die Seele, die der Sache Gottes treu bleibt und unbeirrbar Seinem Pfade folgt, wird nach ihrem Aufstieg solche Kraft besitzen, dass alle Welten, die der Allmächtige erschaffen hat, durch sie gefördert werden können.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 82:7

O Meine Diener! Grämt euch nicht, wenn Gott in diesen Tagen und auf diesem Erdenrund Dinge verordnet und verkündet, die eueren Wünschen zuwiderlaufen, denn Tage seliger Freude und himmlischen Entzückens stehen euch sicherlich bevor. Welten, heilig und voll geistiger Herrlichkeit, werden vor eueren Augen enthüllt werden. Ihr seid von Ihm ausersehen, in dieser Welt und in der kommenden ihre Wohltaten und Freuden zu genießen und einen Anteil von ihrer stärkenden Gnade zu empfangen. Dies alles werdet ihr zweifellos erreichen.

Bahá'u'lláh, Ährenlese 153:9

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